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20.06.2013

11:04 Uhr

Klimawandel

Wissenschaftler starten 15 Jahre dauerndes Experiment

Welche Folgen hat der Klimawandel? Diese Frage spaltet die Wissenschaft seit Jahren. Deutsch Forscher wollen jetzt zumindest teilweise Antworten liefern – mit einem 15 Jahre dauernden Experiment.

Langzeitexperiment über 15 Jahre: Die Wissenschaftler versprechen sich neue Erkenntnisse für die Landwirtschaft und Landschaftsplanung über Auswirkungen von Klimawandel und veränderter Flächennutzung auf Ökosysteme. dpa

Langzeitexperiment über 15 Jahre: Die Wissenschaftler versprechen sich neue Erkenntnisse für die Landwirtschaft und Landschaftsplanung über Auswirkungen von Klimawandel und veränderter Flächennutzung auf Ökosysteme.

Bad Lauchstädt/LeipzigMindestens 15 Jahre lang wollen Wissenschaftler vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) mit einem außergewöhnlichen Experiment die Folgen des Klimawandels auf die Ökosysteme untersuchen. Dazu dient eine Anlage auf einer Fläche von rund sieben Hektar in Bad Lauchstädt (Sachsen-Anhalt), wie das Institut am Mittwoch in Leipzig mitteilte. Das Besondere: Über den Flächen sollen fünf Meter hohe Stahlkonstruktionen mit mobilen Dächern und Seitenwänden unterschiedliche klimatische Bedingungen erzeugen. Die Wissenschaftler versprechen sich davon neue Erkenntnisse, die etwa für die Landwirtschaft und Landschaftsplanung und die Umweltpolitik wichtig sein könnten.

Die Anlage besteht den Angaben zufolge aus zehn Experimentierblocks mit jeweils fünf Freilandparzellen. Jede einzelne Parzelle sei 16 mal 24 Meter groß. Die Böden sollen während des Langzeitexperiments unterschiedlich genutzt werden.

Das rund vier Millionen Euro teure Experiment wird von der Helmholtz-Gemeinschaft, dem Bund und den Ländern Sachsen-Anhalt und Sachsen finanziert. Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung untersucht die komplexen Wechselwirkungen zwischen Mensch und Natur unter dem Einfluss des globalen Wandels. Es hat Standorte in Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

23.06.2013, 19:09 Uhr

Wie wäre es, wenn zunächst geforscht wird bevor AKWs abgeschaltet werden.
Erst werden Windmonster in die See gestellt, später überlegt man, wie der Strom in den Süden kommt.
Beim Hausbau fängt man eigentlich mit dem Fundament an und nicht mit dem Dachstuhl.
- Spitzenleistung!

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