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16.10.2014

14:53 Uhr

Lockheed Martin

Kernfusion-Reaktor soll Branche revolutionieren

Kernfusion zur Energiegewinnung: Nach jahrzehntelangen Forschungen kündigt der US-Rüstungskonzern Lockheed überraschend an, bald einen Testreaktor in Betrieb zu nehmen.

Tom McGuire, Projektleiter von Lockheed neben dem Kernfusion-Reaktor. Ein Durchbruch für das Unternehmen. Reuters

Tom McGuire, Projektleiter von Lockheed neben dem Kernfusion-Reaktor. Ein Durchbruch für das Unternehmen.

DüsseldorfEin Durchbruch in der Kernfusion: das soll der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin angeblich erreicht haben. Innerhalb eines Jahres will das Unternehmen einen Testreaktor ins Geschäft bringen, teilte Lockheed am Mittwoch mit.

Die vierjährigen, bislang geheimen Forschungsarbeiten hätten die Machbarkeit eines 100-Megawatt-Reaktors demonstriert, der auf einen Lastwagen passen würde. Rund zwei bis drei Meter groß soll das Gerät werden. Damit könnte das System etwa auch in Kriegsschiffen eingesetzt werden.

Projektleiter Tom McGuire erklärte, Lockheed suche jetzt nach Partnern in der Industrie, an Universitäten und bei Regierungsstellen, um die Entwicklung voranzutreiben.. „Wir können an der Energie-Front wirklich etwas bewegen“, erklärte er.

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Bei der Kernfusion wird - wie in der Sonne - Energie durch die Verschmelzung von Atomen gewonnen. Seit Jahrzehnten arbeiten Forscher daran, eine kommerziell nutzbare Form zu entwickeln - bislang ohne Erfolg. Der Reaktor soll den Angaben zufolge Deuterium und Tritium als Brennstoff verwenden, beides Varianten von Wasserstoff.

Befürworter hoffen dadurch auf eine saubere Form der Energie: Quelle von Deuterium seien die Ozeane und bei der Fusion werden keine Treibhausgase wie bei fossilen Brennstoffen frei. In konventionellen Kernkraftwerken werden dagegen Atome gespalten.

Zum Einsatz kommen, soll das erste Modell in zehn Jahren. Bis zu einem Prototypen würde es laut McGuire noch circa fünf Jahre.

Von

rtr

Kommentare (5)

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Herr Steffen Thomas

16.10.2014, 15:21 Uhr

Ob das wieder auf die "kalte Kernfusion" hinausläuft?

G. Nampf

16.10.2014, 15:32 Uhr

"Die vierjährigen, bislang geheimen Forschungsarbeiten hätten die Machbarkeit eines 100-Megawatt-Reaktors demonstriert, der auf einen Lastwagen passen würde."

Ich bezweifle, daß das der Realität entspricht, denn an der Kernfusion wird mit riesigen Reaktoren schon seit sehr langer Zeit geforscht, ohne daß es gelang, das Fusions-Plasma heiß genug für einen stabilen Fusionsprozeß zu halten

Herr Axel Reinker

16.10.2014, 15:33 Uhr

"Bis zu einem Prototypen würde es laut McGuire noch circa fünf Jahre."

Genial, wenn man einmal angefangene Sätze einfach nicht zu Ende.

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