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22.12.2011

10:15 Uhr

Milliardenplan

Stadtwerke attackieren Stromriesen

Nach dem beschleunigten Atomausstieg wollen die 900 Stadtwerke ihre Chance nutzen. Mit einem Milliardenprogramm wollen die kommunalen Versorger den Energieriesen Eon, RWE, EnBW und Vattenfall entgegentreten.

Bei der Stromversorgung wollen die Stadtwerke den Energieriesen entgegentreten. dpa

Bei der Stromversorgung wollen die Stadtwerke den Energieriesen entgegentreten.

München„Die kommunalen Unternehmen haben heute einen Anteil von zehn Prozent an der Stromerzeugung. In den nächsten 10 bis 15 Jahren wollen wir den Anteil in Deutschland auf 25 Prozent mehr als verdoppeln“, kündigt Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), in der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstag) an.

Es gehe um zweistellige Milliardeninvestitionen in neue fossile Kraftwerke und Erneuerbare Energien wie Windparks, sagt Reck. Damit fordern kommunale Versorger die angeschlagenen Stromriesen endgültig heraus. „Wir stehen vor einer Ära der Stadtwerke“, sagt Reck. Harte Kritik übt der Verbandschef am Kurs der Bundesregierung bei der Energiewende: „Bisher kann ich noch keinen Plan für diesen Umbau erkennen, den bleibt die Bundesregierung schuldig.“ Um dem Kompetenzgerangel zwischen Umwelt- und Wirtschaftsministerium zu begegnen, müsse die Regierung einen eigenen Posten schaffen. „Deutschland braucht einen Energieminister“, fordert Reck.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Jojo

22.12.2011, 10:36 Uhr

Ich finde es lächerlich hier von einer Atacke zu sprechen. Attacke wäre es, wenn die Stadtwerke unter gleichen Marktvoraussetzungen ihre Strategie ändern und auf Angriff übergehen. Im Energiemarkt aber wurden die Rahmenbedingungen geändert und die Stadtwerke mehr oder weniger von der Politik aufgefordert zu investieren. Ich erinnere nur an die Aussagen aus Sep/Okt, dort hieß es noch, es lohnt sich nicht für Stadtwerke in Kraftwerke zu investieren.
Also ruhig bleiben. Alles bleibt beim Alten, die Strompreise werden steigen und jetzt eben etwas schneller.

Account gelöscht!

22.12.2011, 10:44 Uhr

Und wieder ein kleiner Schritt in Richtung Staatssozialismus: Stadtwerke sind bekanntlich durchseucht von lokalen Politsternchen, die dort auf ihren verdienten Pöstchen sitzen. Wenn Stadtwerk jetzt stärker in die Energieversorgung einsteigen, heisst das nicht unbedingt mehr Wettbewerb (das wäre ja schön), sondern zusätzliche Posten für verdiente lokale Parteigenossen.

Für den Bürger aber auf jeden Fall: Höhere Strompreise!

Account gelöscht!

24.12.2011, 10:23 Uhr

Womit wollen die Stadtwerke ihr Vorhaben bewerben ?
Wir schaffen Windparks die keiner haben will ,die Strom erzeugen den keiner bezahlen kann ,wodurch der allgemeine Strompreis so stark steigt das die Energiekosten keiner mehr aufbringen kann außer H4 Empfänger und Energieeliten .

Wer mir die Frage stellt wo mein Strom herkommen soll bekommt zur Antwort aus Atomkraftwerken , die sie mir auch vor die Haustür stellen können ,wir kennen nicht nur den Strahlentod und ewig lebt keiner !!!

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