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20.02.2015

14:13 Uhr

Mist aus der Mast belastet Umwelt

Amerikanern stinken schweinische Hinterlassenschaften

Überall in den USA werden derzeit Viehhalter von Umweltschützern verklagt. Der Grund: Die intensive Mast, vor allem von Schweinen, verseucht mehr und mehr Grundwasser und Weidegründe. Und es riecht.

Barb Kalbach, Saatgutfarmerin weist darauf hin, dass die Schweineindustrie in dem ländlichen Staat rund 6,1 Milliarden Euro schwer ist, und das in einem Umfeld, das eigentlich ein Umweltparadies sein könnte. ap

Barb Kalbach, Saatgutfarmerin weist darauf hin, dass die Schweineindustrie in dem ländlichen Staat rund 6,1 Milliarden Euro schwer ist, und das in einem Umfeld, das eigentlich ein Umweltparadies sein könnte.

Des MoinesPhosphor, Nitrate und Düngemittelbakterien reichern das Grundwasser der USA zunehmend mit Schadstoffen an. Der Hauptverursacher der schleichenden Umweltkatastrophe sind die Hinterlassenschaften der industriellen Schweinezucht. Und die wird in vor allem in den Staaten Iowa und North Carolina immer exzessiver betrieben. Die Folgen sind buchstäblich atemberaubend: An schlechten Tagen kriegt man in bestimmten Gegenden von Iowa kaum einen Atemzug ohne den typischen Odem von Landluft.

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Iowa: Drei Millionen Menschen leben hier auf der doppelten Fläche von Bayern, und das heißt in diesem dünn besiedelten Landstrich des Mittleren Westens, dass auf einen Menschen sieben Schweine kommen. Eigentlich könnte Iowa ein Paradies unbefleckter Natur sein - hier fließt mit dem Oberlauf des Mississippi nur einer von vielen wichtigen Fließgewässern der nördlichen USA.

Diejenigen, deren Existenz vom Wasserreichtum Iowas abhängt, kriegen aber mehr und mehr Probleme mit der schweinezuchtbegründeten Verseuchung des Wassers. Und immer mehr werden die Gerichte mit dem Problem befasst.

Anfang des Jahres setzte ein Urteil aus Washington eine buchstäbliche Duftmarke, als die Bundesrichter beschlossen, dass der Kuhmist einer fabrikmäßigen Milchviehfarm eine „unmittelbare und grundsätzliche Gefährdung“ der Umwelt und der vom Grundwasser abhängigen Anrainer darstelle.

Die Wasserwerker von Iowas größter Stadt Des Moines haben sich das Urteil zu Herzen genommen und eine Feststellungsklage gegen ortsansässige Tierhalter von 1,2 Millionen Schweinen und einer Million Puten angestrengt. Denn seit einiger Zeit müssen sie ihr Wasser mit einem kostenaufwendigen Verfahren von Nitraten befreien, bevor sie es in den Trinkwasserzyklus zurückführen können.

Kommentare (1)

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Herr Holger Klekar

25.02.2015, 18:32 Uhr

Am Ende wird das Dilemma an der Ladenkasse entschieden, sagt Catherine Kling von der Universität von Iowa. „Die Gesellschaft muss letztlich entscheiden, was sie will“, sagt sie. Das Land sei unfassbar reich, aber wie man Nahrung und Treibstoff ohne Belastung der Umwelt produzieren könne, „das wissen wir nicht“.


Weniger ist mehr.

Weniger fette Amis, Chinesen., Deutsche, ….
Weniger Diabetes Typ 2 – durch Freßsucht.

Weniger Umweltverschmutzung.
Weniger tote Tiere, die auf bestialische Art und Weise auf der ganzen Welt gehalten werden.


Weniger Masse – aber bessere Klasse.

Amis - Weniger Treibstoff durch kleinere geeignete Fahrzeuge.


Essen gehört auf den Tisch oder für Tiere als Futter, aber nicht in die Tanks der
dicken Angeber-Wagen.

Klar – wenn man dick und fett, unbeweglich ist, dann braucht man einen Lkw.
Richtig Amis?

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