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28.10.2016

03:38 Uhr

Nach Jahren der Verhandlung

Vor Antarktis entsteht größte Meeresschutzzone

Einigung nach dem anfänglichen Widerstand von Russland: In der Antarktis entsteht ein riesiges neue Meeresschutzgebiet. Der Durchbruch kommt nach jahrelangen Verhandlungen von 24 Staaten und der EU.

Die riesige neue Meeresschutzzone in der Antarktis ist mit 1,55 Millionen Quadratkilometern gut vier mal so groß wie Deutschland. AFP; Files; Francois Guillot

Pinguin

Die riesige neue Meeresschutzzone in der Antarktis ist mit 1,55 Millionen Quadratkilometern gut vier mal so groß wie Deutschland.

SydneyVor der Küste der Antarktis soll das größte Meeresschutzgebiet der Erde entstehen. Das Schutzgebiet im ökologisch bedeutsamen Rossmeer soll 1,55 Millionen Quadratkilometer umfassen: Dies sieht eine Vereinbarung vor, auf die sich 24 Staaten und die EU nach jahrelangen Verhandlungen am Freitag in der australischen Stadt Hobart verständigten.

Im größten Teil der neuen Schutzgebiets - 1,12 Millionen Quadratkilometern - soll jegliche Fischerei verboten werden. Das Ausmaß des neuen Meeresschutzgebiets entspricht der kombinierten Fläche von Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

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Die Verhandlungen hatten 2012 begonnen. Zuletzt hatte sich nur noch Russland gegen die Ausweisung des Schutzgebiets gewandt, weil es Nachteile für seine Fischereiflotte fürchtete. Der nun gefundene Kompromiss bringe "den Schutz des Meeres, nachhaltige Fischerei und die Interessen der Forschung in ein Gleichgewicht", sagte der neuseeländische Außenminister Murray McCully in Hobart.

Geführt wurden die Verhandlungen im Rahmen der Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis (CCAMLR), der 24 Staaten sowie die EU angehören. Die Beschlüsse der Kommission erfordern Einstimmigkeit der Mitglieder.

Das antarktische Rossmeer gilt als eines der letzten unberührten maritimen Ökosysteme. Dort leben Wale, Pinguine und Seehunde. Wissenschaftler erforschen dort unter anderem die Auswirkungen des Klimawandels.

Von

afp

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