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15.01.2010

12:26 Uhr

Naturschauspiel

Sonnenfinsternis sorgt für Begeisterung

Die längste ringförmige Sonnenfinsternis dieses Jahrtausends hat am Freitag von Afrika bis Asien Begeisterung, Erstaunen und Angst ausgelöst. Für einige Sekunden stand für zig Millionen Menschen die Zeit still.

Die längste ringförmige Sonnenfinsternis des Jahrtausends. dpa

Die längste ringförmige Sonnenfinsternis des Jahrtausends.

NAIROBI/NEU DELHI. Der Mond schob sich am frühen Morgen in der Zentralafrikanischen Republik vor die aufgehende Sonne. Das Spektakel war anschließend in Ostafrika, dann in Indien und schließlich in Asien zu sehen - zumindest teilweise. Wo eine Wolkendecke den Blick auf den Himmel verdeckte, spürten die Menschen nur eine deutliche Abkühlung.

Der ungewöhnlich dunkle Himmel erschreckte in Uganda einige Unvorbereitete. „Was ist heute Morgen los? Regnet es etwa gleich?“ fragte der Mopedfahrer Tony Kasibante in Kampala unsicher.

Radiostationen erhielten zahlreiche ängstliche Anrufe. Dennis Ojwee berichtete aus einem abgelegenen Dorf, dass die Kinder weinend auf die Straße liefen. „Der Mond bekämpft die Sonne“, sagte eine Frau. In Nairobi in Kenia blieben die Menschen im Berufsverkehr auf der Straße stehen und starrten in den teils bewölkten Himmel.

Was die Himmelsgucker sahen, war eine Feuerkranz-Sonnenfinsternis. Dabei schiebt sich der Mond zwar vor die Sonne. Weil der Erdtrabant aber am irdischen Himmel zurzeit besonders klein und die Sonne besonders groß erscheint, kann er die Sonnenscheibe nicht komplett verdecken. Sichtbar bleibt ein Feuerkranz um die dunkle Neumondscheibe.

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