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04.09.2012

13:22 Uhr

Neue Studie

Bio-Lebensmittel sind nur ein bisschen gesünder

Bio-Nahrungsmittel sind gesünder, glauben viele Menschen. Aber ist das wirklich so? Eine große Studie der US-Universität Stanford kommt zu einem ernüchternden Ergebnis. Doch die Umwelt profitiert allemal.

Bio-Gemüse ist laut einer Studie nicht immer gesünder. Das Bio-Siegel hat aber andere Vorteile. dpa

Bio-Gemüse ist laut einer Studie nicht immer gesünder. Das Bio-Siegel hat aber andere Vorteile.

Stanford/BerlinBio-Lebensmittel sind nach einer neuen Studie nur wenig gesünder als konventionelles Essen. Die Forscher fanden keinen deutlichen Nachweis, dass biologische Lebensmittel nährstoffreicher sind oder ein geringeres Gesundheitsrisiko bergen. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfangreiche Meta-Analyse der Universität Stanford, die im Fachblatt „Annals of Internal Medicine“ erschienen ist. Bio-Essen verringert nach Erkenntnissen der US-Forscher aber das Risiko, Pflanzenschutzmittel zu sich zu nehmen. Agrarforscher und Bio-Verbände betonen den Nutzen der biologischen Landwirtschaft für Gewässer, Böden, Klima und Artenvielfalt.

Für die Stanford-Studie sichteten Wissenschaftler um Dena M. Bravata tausende Untersuchungen und wählten davon 223 aus, die entweder den Nährstoffgehalt oder die Belastung mit Bakterien, Pilzen oder Pestiziden verglichen. 17 Studien - darunter sechs randomisierte klinische Versuche - betrachteten außerdem Gruppen, die sich biologisch oder herkömmlich ernährten. Eine Langzeitstudie, die sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen der Ernährungsweisen beschäftigt, war aber nicht darunter. Die Untersuchungszeiträume betrugen zwei Tage bis zwei Jahre.

Die Ergebnisse zeigten keinen wirklichen Gesundheitsvorteil für die Bio-Lebensmittel: Der Vitamingehalt unterschied sich den Forschern zufolge kaum, Fette und Proteine waren ähnlich verteilt. Krankheitserreger kamen in keiner der beiden Gruppen häufiger vor. Auch besonders gesunde Bio-Früchte oder Bio-Gemüse konnten die Wissenschaftler nicht ausmachen. „Wir waren ein bisschen erstaunt, dass wir nichts gefunden haben“, meinte Co-Autorin Crystal Smith-Spangler laut einer Mitteilung der Universität Stanford.

Allerdings waren die Bio-Lebensmittel seltener mit Pestiziden kontaminiert - auch wenn sie nicht zu 100 Prozent frei davon waren. Zwei Studien etwa wiesen im Urin von Kindern, die sich biologisch ernährten, geringere Rückstände von Schädlingsbekämpfungsmitteln nach. Auch scheint es, als würden Bio-Hühner und -Schweine weniger Antibiotika-resistente Bakterien aufweisen, doch ist die klinische Bedeutung dieser Befunde laut den Forschern unklar.

Kommentare (3)

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winter

05.09.2012, 06:06 Uhr

Eine Studie, die den Hauptkritikpunkt an der konventionellen Landwirtschaft, das tägliche Gift im Essen - Pestizide, Herbizide, Fungizide, Antibiotika, Weichmacher - ausblendet und nur die Nährstoffwerte vergleicht, das ist die höhere Form des Schwachsinns und hat im Handelsblatt nichts zu suchen.
Wegen der Nährstoffe wird doch Bio nicht gekauft, dick sind alle schon genug, sondern wegen der weitgehenden Giftfreiheit...


Account gelöscht!

06.09.2012, 22:32 Uhr

Rettung unseres Planeten von der kranken kapitalistischen
Elite.
Dieses ist eine neue Formel (<><>M= -0+) in einer Maschine
die eine kostenlose Energiequelle bietet, könnten
Kernkraftwerke, die sowohl fossilen und nicht-fossilen
Brennstoffe ersetzen.
Maschine nie aufhört zu arbeiten so lange
existiert Gravitationskraft auf unserem Planeten.
Die Formel (<><>M= -0+) hat heute
Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Wenn Sie mir nicht glauben für diese Formel
aussehen <>schauen von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

botschaftvonmosambik@gmx.de

20.09.2012, 12:24 Uhr

Zur Seriösität der Studie sollte man sich einmal die Spenderliste der Stanford Universität ansehen! Evtl. sollten Journalisten so etwas mal recherchieren, bevor Sie ungeprüft veröffentlichen. Es kann ja jeder selbst entscheiden, was er ist und ob er an einen Zusammenhang zwischen Ernährung und den immer weiter steigenden Krankheitsfällen wie Autoimmunkrankheiten, Diabetes, Krebs etc. glaubt oder nicht.

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