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22.10.2015

09:23 Uhr

Neue Studie

Klimawandel bremst die Weltwirtschaft aus

Was bedeuten steigende Temperaturen für die Produktivität unserer Wirtschaft? Eine neue Studie zeigt: Geht der Klimawandel ungebremst weiter, leidet die Weltwirtschaft weit stärker als bislang angenommen.

Mit steigenden Temperaturen sinkt die Produktivität von Volkswirtschaften. dpa

Zu warm für die Wirtschaft

Mit steigenden Temperaturen sinkt die Produktivität von Volkswirtschaften.

StanfordSteigende Temperaturen durch den Klimawandel bremsen die Weltwirtschaft spürbar aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der renommierten Stanford University.

Die höchste Produktivität hätten Volkswirtschaften bei einer Jahresdurchschnittstemperatur von 13 Grad Celsius, schreiben die Forscher um Marshall Burke im Wissenschaftsmagazin „Nature“. Bis zu dieser Temperatur gehen die Forscher von steigenden Erträge aus. Werde es noch wärmer, sänken sie fast linear wieder ab, so das Ergebnis der Untersuchung.

Die Wissenschaftler hatten Wirtschaftsdaten von 166 Staaten jeweils für den Zeitraum 1960 bis 2010 ausgewertet und in Beziehung zu den jährlichen Durchschnittstemperaturen gesetzt. Die Wendemarke von 13 Grad besteht demnach unabhängig davon, wie hoch der Industrialisierungsgrad der Länder ist. Sie gilt für Leistung der Arbeitskräfte ebenso wie für die der Landwirtschaft.

Werde die Erwärmung nicht eingedämmt, drohe bei einem erwarteten Anstieg von gut vier Grad Celsius bis 2100 eine Verminderung der weltweiten Wirtschaftskraft von fast einem Viertel (23 Prozent) im Vergleich zu einer Situation ohne Temperaturanstieg, warnen Burke und Kollegen. Wobei die Forscher weitere durch den Klimawandel bedingte Effekte wie mehr tropische Zyklone oder steigende Meeresspiegel in ihren Hochrechnungen noch gar nicht berücksichtigt haben.

In 77 Prozent der Länder werden bei fortschreitender Erwärmung die einzelnen Menschen im Schnitt ärmer sein als sie es ohne steigende Temperaturen wären. Je nach Szenario seien 5 bis 43 Prozent aller Länder 2100 dann sogar ärmer als sie heute sind, so ein Fazit der Forscher.

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