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19.01.2011

09:34 Uhr

Neue Studie

Reis und Getreide werden in zehn Jahren knapp

Durch den Klimawandel könnte es schon 2020 zu Engpässen bei der Versorgung der Weltbevölkerung mit Reis und Getreide kommen. Hauptursache dieser Entwicklung werden verringerte Regenfälle sein.

Reisernte in Hachirud (Iran): Schon 2020 könnten Reis und Getreide knapp werden. dpa

Reisernte in Hachirud (Iran): Schon 2020 könnten Reis und Getreide knapp werden.

HB WASHINGTON. Schon in zehn Jahren wird die Klimaerwärmung zur Verknappung von Lebensmitteln führen, wenn die Treibhausgase weiter wie bisher in die Atmosphäre sprudeln. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der Welt-Ökologie-Stiftung (Fundación Ecólogica Universal), der auf der Auswertung verschiedene Klimadaten beruht.

Steigt der CO2-Eintrag in die Atmosphäre im bisherigen Maße weiter, so werde die mittlere Temperatur im Jahr 2020 um 2,4 Grad Celsius höher sein als zur vorindustriellen Zeit. Dies könnte etwa bei Weizen dazu führen, dass 14 Prozent des Bedarfs nicht mehr gedeckt werden, teilte die US-Sektion der Stiftung in Washington mit.

Heute liegt die globale Durchschnittstemperatur bereits knapp 0,8 Grad über der vorindustriellen Zeit. In den vergangenen Jahren sei die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre jeweils um 0,5 Prozent gestiegen, argumentiert die Stiftung. Setze sich dieses fort, werde die Konzentration bis zum Ende des Jahrzehnts 490 Teile Treibhausgase pro Millionen Teile Luft (ppm) erreichen. Diese Konzentration bedeutet nach Berechnungen des Weltklimarats IPCC eine Erwärmung von insgesamt 2,4 Grad über das vorindustrielle Niveau.

Die Analyse der Stiftung beruht auf Daten des IPCC und anderer Daten der Vereinten Nationen. Sie berücksichtigt die erwarteten regional unterschiedlichen Auswirkungen der Erwärmung ebenso wie den Bedarf der wachsenden Weltbevölkerung. Diese wird 2020 etwa 7,8 Milliarden Menschen zählen. Trotz leichter Erntezunahmen wird es für sie in zehn Jahren elf Prozent zu wenig Reis geben und neun Prozent zu wenig Mais. Lediglich Soja wird mit fünf Prozent ein wenig über dem Bedarf liegen, errechneten die Forscher.

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