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06.01.2011

02:39 Uhr

Neuer Bericht zur BP-Ölpest

Sparmaßnahmen gingen zu Lasten der Sicherheit

Ein neuer Untersuchungsbericht zur Ölkatastrophe im Golf von Mexiko letztes Jahr wirft BP und den Partnerfirmen vor, auf Kosten der Sicherheit gespart zu haben.

HB WASHINGTON. Die Ölpest im Golf von Mexiko war die Folge von vermeidbaren Fehlern der an der Bohrung beteiligten Unternehmen und Aufsichtsbehörden. Zu diesem Schluss kommt ein von Präsident Barack Obama eingesetztes unabhängiges Expertengremium zur Untersuchung der größten Umweltkatastrophe der USA. Demnach resultierten die Fehler zumeist aus Entscheidungen der Firmen, mit denen Zeit- und Kosten eingespart werden sollten. Und solche Fehler könnte wieder passieren, warnen die Experten.

Die Kommission will ihren kompletten Untersuchungsbericht in der kommenden Woche veröffentlichen, ein Kapitel wurde nun vorab publik. Demnach unternahmen der britische Ölkonzern BP, das Schweizer Unternehmen Transocean und US-Firma Halliburton eine Reihe von gefährlichen und zeitsparenden Schritten, ohne die Risiken in Betracht zu ziehen. Vertreter der Unternehmen hätten vor kritischen Entscheidungen auch nicht genügend miteinander kommuniziert, berichtete die „New York Times“.

Die Fehler lägen im System, heißt es im Expertenbericht. „Ohne erhebliche Reformen sowohl im Vorgehen der Industrie wie auch bei der Regierungspolitik könnten sie sehr gut wieder passieren.“

BP hatte die Ölplattform von Transocean geleast, Halliburton war für das Versiegeln des Bohrlochs verantwortlich. Insgesamt werden in dem Untersuchungsbericht neun einzelne Aktionen aufgelistet, die den Firmen halfen, Geld und Zeit zu sparen - ungeachtet dessen, dass weniger riskante Alternativen zur Verfügung standen. So seien etwa nicht genügend Vorrichtungen zur Stabilisierung des Bohrlochs installiert worden. Auch hätten Verantwortliche nicht auf die Ergebnisse von Tests des Materials zur Verschließung des Bohrlochs gewartet und Resultate von Drucktests kurz vor der Katastrophe ignoriert.

Kommentare (1)

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Mariana Mayer

07.01.2011, 18:49 Uhr

ist in Deutschland dasselbe Spielchen.

Anstelle Menschen einzustellen und zu bezahlen die Gefahrenrisiken erstellen, werden mit zahlreichen Mobbingattacken in die Arbeitslosigkeit getrieben gedeckt vom EbA Gutachtern.

Wissen und KnowHow wird ledigklich kostenfrei abgegriffen.

Mobbingtreiber und Menschen ohne dieses Können sitzen jedoch in hochbezahlten Positionen in Deutschland.

Werde nsogar bis zu 58 000 Euro jahresgehalt zu bosch weitervermittelt aufgrund der mangelhaften Personalstruktur in Stuttgart.

Zahlreiche vermeidbare bahnunfälle in Deutschland weil hochsicherheitskritische Systeme in diskriminierender Leiharbeit durchgeführt werden. Mache man darauf aufmerksam wird zwar das Problem angegangen doch die Menschen die diese Arbeit leisten werden nicht bezahlt und eingestellt.

Mariana Mayer, seit 6 Jahren aufgrund von zahlreichen Mobbingattacken in hochsicherheitskritischen Systemen arbeitslos.

Einkommen 0 Euro. So funktioniert unsere Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Geld wird wenigen hinterhergeworfen, der Rest darf verhungern ohne Einkommen und Rente und wird deswegen noch blöd angemacht oder ist obdachlos.

So funktioniert das System in Deutschland. Gewalt wird wirtschaftlich belohnt.

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