Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.01.2011

13:39 Uhr

Neuer Fall in Schweden

Experten rätseln über Vogel-Massensterben

Zwei neue Fälle von massenhaftem Vogelsterben beschäftigen die Experten: In den USA wurden erneut etwa 500 Rotschulterstärlinge tot aufgefunden, in Schweden lagen rund 100 Tiere tot auf einer Straße. Über die Ursachen können Experten derzeit nur spekulieren.

Hunderte tote Vögel bedeckten die Landstraße bei Pointe Coupee. DAPD

Hunderte tote Vögel bedeckten die Landstraße bei Pointe Coupee.

HB STOCKHOLM/NEUMÜNSTER. Auch in Schweden gibt es nun ein mysteriöses Vogelsterben. In der kleinen Stadt Falköping in Südschweden wurden laut Medienberichten am späten Dienstagabend bis zu 100 Vogelkadaver auf einer Straße gefunden. Tierärzte untersuchen die toten Dohlen derzeit.

Auch aus dem Süden der USA wird ein neuer Fall gemeldet Wie lokale Medien berichteten, fielen nahe der Ortschaft Pointe Coupee etwa 500 Rotschulterstärlinge tot vom Himmel. Die Todesursache werde noch untersucht, Aussagen seien erst nach dem Erhalt der Laborergebnisse möglich, hieß es.

Der Ort liegt im US-Staat Louisiana, rund 600 Kilometer südlich von Beebe, wo das erste Vogelsterben beobachtet wurde. In der Silvesternacht waren hier rund 5000 Rotschulterstärlinge vom Himmel gestürzt. Auch hier war die Ursache zunächst unklar, Vogelschützer spekulierten über einen Zusammenhang mit Silvesterfeuerwerk.

Als Auslöser für das mysteriöse Vogelsterben kommen allerdings auch natürliche Ursachen infrage. Hagelschlag könnte eine mögliche Erklärung sein, sagte der Vogelexperte Ingo Ludwichowski vom Naturschutzbund NABU im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Für diese Ursache sprächen Berichte, nach denen die Rotschulterstärlinge in Beebe bereits mit Verletzungen vom Himmel gefallen seien.

Auch nach Vergiftungen, etwa mit Quecksilber durch gebeiztes Getreide, wurden in der Vergangenheit Massensterben beobachtet. In seltenen Fällen seien auch besondere Windkonstellationen als Ursache denkbar, so Ludwichowski. Eine Krankheit schloss der Experte dagegen weitgehend: Es sei extrem unwahrscheinlich, dass so viele erkrankte Tiere zugleich stürben.

Die tatsächliche Ursache könnten allerdings nur jeweils die Tierärzte ermitteln, die die toten Vögel untersuchten. Allgemein seien Vogel-Massensterben eher seltene Ereignisse. „Das gibt es immer wieder mal, man kann aber nicht sagen, dass es häufig ist“, so Ludwichowski.

Kommentare (25)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Wo findet eigentlich Gas-Cracking in USA statt?

05.01.2011, 15:27 Uhr

Wo überall findet eigentlich das Gas-Cracking in USA statt? Kann es da einen Zusammenhang geben? Würde mich zumindest nicht wundern, wenn das ins Wasser und die Luft entweicht...

Korrektur - Gas Fracking

05.01.2011, 15:42 Uhr

Potential in Südschweden wird da auch genannt in einem Artikel zusammen mit Österreich und Deutschland. ich finde das sehr bedrohlich! Wasserstoff-Energie wäre einfacher und billiger.

widerstand10

05.01.2011, 19:07 Uhr

Das erste Siegel gebrochen? Tausende Vögel fallen in USA und Schweden vom Himmel. Australien 1/3 überschwemmt. Kalte Winter in Europa. FDP 4 % und Deutsche Politiker suchen Schutz unter dem Schirm der Muslime. Wird 2012 wirklich unser aller Ende sein?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×