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11.09.2014

09:21 Uhr

Neuer UNO-Bericht

Ozonschicht regeneriert sich

Es gibt auch gute Nachrichten: Bis 2050 könnte sich die Ozonschicht in weiten Teilen regeneriert haben. Im Unterschied dazu reichen die Anstrengungen gegen den Klimawandel noch bei weitem nicht aus.

Dem Bericht zufolge dürfte die Ozonschicht in den mittleren Breitengraden und in der Arktis vor der Mitte des Jahrhunderts ihren Zustand aus den 1980er Jahren wieder erreicht haben, in der Antarktis etwas später. Reuters

Dem Bericht zufolge dürfte die Ozonschicht in den mittleren Breitengraden und in der Arktis vor der Mitte des Jahrhunderts ihren Zustand aus den 1980er Jahren wieder erreicht haben, in der Antarktis etwas später.

ParisDie weltweiten Maßnahmen zum Schutz der Ozonschicht zeigen Wirkung: Bis zum Jahr 2050 werde sich die Ozonschicht über der Erde in weiten Teilen regenerieren können, hoben die Vereinten Nationen in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht hervor. Gleichzeitig wird darin zu dringenden Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung aufgerufen.

In dem von fast 300 Wissenschaftlern aus 36 Ländern verfassten Bericht wird festgestellt, dass das Protokoll von Montréal zum Schutz der Ozonschicht aus dem Jahr 1987 eine entscheidende Rolle gespielt habe. Dadurch könnten von heute bis zum Jahr 2030 zwei Millionen Hautkrebsfälle jährlich vermieden werden. Ohne dieses Protokoll hätten sich die Stoffe, die die Ozonschicht schädigen, bis 2050 verzehnfachen können.

Durch das Protokoll wurde ein schrittweises Verbot von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) möglich. Diese Substanzen schädigen die Ozonschicht, die zwischen zehn und 50 Kilometer Höhe über der Erde liegt und ultraviolette Sonnenstrahlen abhält.

Dem Bericht zufolge dürfte die Ozonschicht in den mittleren Breitengraden und in der Arktis vor der Mitte des Jahrhunderts ihren Zustand aus den 1980er Jahren wieder erreicht haben, in der Antarktis etwas später.

Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und das UN-Umweltprogramm (UNDP), die den Bericht veröffentlichten, riefen dazu auf, mit derselben internationalen Geschlossenheit und Eindringlichkeit gegen den Klimawandel vorzugehen. Vor allem Fluorkohlenwasserstoffe, die seit fast 30 Jahren als Ersatz für Ozonschicht-schädigende Substanzen verwendet werden, hätten einen Treibhaus-Effekt. Laut einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der WMO hat die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre einen neuen Höchststand erreicht.

Ein Treffen von Staats- und Regierungschefs zum Klimawandel unter UN-Schirmherrschaft soll am 23. September in New York stattfinden.

Von

afp

Kommentare (5)

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Herr Marcel Europaeer

11.09.2014, 10:01 Uhr

Es sollte Mut machen, dass die Menschen auch schwerste Umweltschäden rückgängig machen können, wenn sie sich nur einig sind. Beim Ozonloch war man sich einig und man hat radikale Maßnahmen ergriffen und auch durchgezogen.

Eigentlich könnte die Reaktion der Menschheit auf den Abbau der Ozonschicht als Beispiel für eine Reaktion auf anthropogenen Klimawandel sein.

Aber beim CO2 liegen die Dinge anders. Mit dem Öl-, Gas- und Kohlegeschäft wird viel mehr Geld gemacht als mit ein wenig FCKW. Länder wie Australien oder Kanada werden niemals akzeptieren, sich beim Fördern und Verkauf ihrer Bodenschätze zurück zu halten, um ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Es ist unglaublich aber leider wahr, dass sich die Krone der Schöpfung zumindest teilweise dazu hinreißen lässt, sämtliche wissenschaftlichen Erkenntnisse aus 100 Jahren Atmosphärenforschung zu leugnen und im Fall Kanadas eine Waldfläche der Größe Frankreichs zur Mondlandschaft zu wandeln, um für wenige Jahrzehnte Ölsand zu fördern und zu verwerten.

Ist es Dummheit? Ist es Geldgier? Sind es Sachzwänge? Ist es Skrupellosigkeit?
Wahrscheinlich eine Mischung all dieser Eigenschaften.

Herr Hans Waldschrat

11.09.2014, 10:28 Uhr

Herr Europaeer, es kommt sicher auch der menschliche Egoismus dazu. Ergänzend waren die Auswirkungen des Ozonloches durch die Hautkrebsrate gerade in Australien leichter zu belegen. Nun konnte sich die Ozonschicht regenerieren. Co2 kann aus der Atmosphäre nur durch Assimilation zu Biomasse und Bindung im Meerwasser mit entsprechenden Folgen reduziert werden. Dies hält mit unserem Ausstoß aber nicht mit. Insofern haben Sie mit Ihren Ausführungen schon Recht. Ich sehe es in der Natur immer wieder.

Herr Stubenkastl Johann

11.09.2014, 10:29 Uhr

Ja, man sollte auch jeden Furz einer Kuh (und davon gibt es sehr viele) in einer Plastiktuete sichern. Warum eigentlich noch mal? Ach ja, weil all die Thesen der selbsternannten Klimaforscher zum Himmel stinken ;-)

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