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24.05.2012

18:42 Uhr

Öko-soziale Risiken im Geschäftsbericht

Anleger pochen auf Nachhaltigkeit

VonSusanne Bergius

Immer mehr Investoren verlangen von den Unternehmen mehr Informationen über öko-soziale Risiken in ihren Geschäftsberichten. Doch nur die wenigsten kommen dieser Forderung bislang nach.

Wie nachhaltig wirtschaften Unternehmen? Immer mehr Investoren wollen es genauer wissen. dapd

Wie nachhaltig wirtschaften Unternehmen? Immer mehr Investoren wollen es genauer wissen.

BerlinGroßanleger ärgert, dass die meisten Unternehmen nicht darüber berichten, welche öko-sozialen Risiken ihr Kerngeschäft birgt und wie sie diese managen. Dies hat ein Bündnis institutioneller Anleger auf den Plan gerufen. Sie fordern von den Regierungen, dass diese sich auf dem Erdgipfel von Rio+20 im Juni verbindlich über die Einführung von Berichtspflichten zu Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung (kurz: ESG) einigen.

Wichtige Informationen sollten in Geschäftsberichten stehen, fordert die "Corporate Sustainability Reporting Coalition" (CSRC). Das sind mehr als 70 Großanleger mit zwei Billionen US-Dollar verwaltetem Vermögen. Den Aufruf unterstützen zudem der globale Rechnungslegungsverband ACCA, die UN-Handelsorganisation Unctad und die UN Prinzipien für Verantwortliches Investieren (PRI), deren 1054 Mitglieder über 30 Billionen Dollar verwalten.

"Die PRI ist überzeugt, dass Regierung von Unternehmen verlangen sollten, öffentlich zu berichten, wie sie materiell wichtige Nachhaltigkeitsfaktoren berücksichtigen oder erklären, warum sie das nicht tun", sagt Wolfgang Engshuber, Vorstandsvorsitzender der UN PRI.

Die EU-Kommission hat unlängst angekündigt, in diesem Jahr eine Berichtspflicht für große Unternehmen vorzubereiten. Denn nur 2500 von 42.000 Konzernen in der Europäischen Union berichten über ihre "Corporate Social Responsibility" (CSR) und die Auswirkungen des Kerngeschäfts auf die Gesellschaft.

Gegen eine CSR-Berichtspflicht wehren sich, so heißt es in Brüssel, ausschließlich deutsche Akteure. Protestiert haben Bundesministerien und die Wirtschaftsverbände BDI und BDA. Eine Berichtspflicht gilt als wichtig, damit sich die Firmen ihrer Verantwortung stellen, die sie bisher ignorieren.

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