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02.06.2014

11:44 Uhr

Ohne Treibstoff um die Welt?

„Solar Impulse 2“ absolviert Jungfernflug

Sonnenkraft statt Kerosin? Jets mit Solarzellen und Elektromotoren? Noch erscheint das wie Science-Fiction. Doch Schweizer Flugpioniere machen Fortschritte. Bald soll ein Sonnenflieger die Erde umrunden.

Das Solarflugzeug „Solar Impulse 2“ während des Jungfernfluges in Payerne: Es ist die erste Etappe auf dem Weg zur Weltumrundung. AFP

Das Solarflugzeug „Solar Impulse 2“ während des Jungfernfluges in Payerne: Es ist die erste Etappe auf dem Weg zur Weltumrundung.

PayerneStrahlende Gesichter, Umarmungen, Winken und immer wieder Glückwünsche. So sieht ein glückliches Team nach dem gelungenen Test einer Wundermaschine aus. 2 Stunden und 17 Minuten war die „Solar Impulse 2“ am Montag bei ihrem Jungfernflug in der Luft, ehe sie sanft auf dem Militärflugplatz Payerne im Westen der Schweiz landete. Ohne einen Tropfen Kerosin, angetrieben von vier 17,5-PS-Elektromotoren, deren Kraft von der Energie der Sonne kam.

Es war die erste Etappe auf dem Weg zu einem Ziel, das viele noch vor wenigen Jahren als Utopie abtaten: Die Umrundung der Erde in einem Sonnenenergie-Flugzeug. Im Frühjahr 2015 soll es soweit sein. Von einem sonnensicheren Flugplatz am Persischen Golf aus wollen die Schweizer Flugpioniere Bertrand Piccard und André Borschberg mit weiteren Piloten und einem Team von Technikern und Ingenieuren den ersten solargetrieben Flug um die Welt in Angriff nehmen. Mit dabei ist dann sicher auch Marcus Scherdel, der Pilot des Jungfernflugs.

In Richtung Osten soll „Solar Impulse 2“ parallel zum Äquator über Indien, China, den Pazifik, die USA und Nordafrika wieder zum Startort fliegen. Geübt wurde dafür auch 2013. Im ersten „Solar Impulse“-Flieger überquerten Piccard und Borschberg Nordamerika.

Das neue „Round-the-World Solar Airplane“ mit der Kennung HB-SIB und dem Kurznamen „Si2“ ist zwar leistungsfähiger als das erste. Aber mit der Maximalgeschwindigkeit von 140 Stundenkilometern in Höhen bis 8000 Fuß (rund 2400 Metern) kann auch diese Maschine große Strecken nicht allein „in einem Rutsch“ absolvieren.

Für die Erdumrundung des Einsitzers mit dem Gewicht eines Mittelklasseautos und einer Flügelspannweite, die mit 72 Metern größer als bei einem Jumbo Jet ist, sind 20 Flugtage vorgesehen. Verteilt werden sie auf mehrere Monate.

Kommentare (6)

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02.06.2014, 12:06 Uhr

Was soll das für ein Fortschritt sein!?
Ein Flugzeug, dass kein Gewicht laden darf, auf die Sonne angewiesen ist (Strumfronten???!) und das im Hoppelgang (Stop and Go Verkehr) um die Welt zuckelt....das ist kein Fortschritt, dass ist RÜCKSCHRITT auf Kindergartenniveaue!
Technischer Fortschritt schaut anders aus und wird sich in der Kern-Brennstofftechnik als Antrieb niederschlagen.

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02.06.2014, 14:16 Uhr

Artikel: "Dennoch kann sich Piccard natürlich eine Zukunft mit solargetriebenen Passagerflugzeugen ausmalen: Heute erlaube die „Si2“-Technologie zwar nur den einen Piloten im Cockpit. „Aber von den Wright-Brüdern bis zu 400, 500, 600 Menschen in einem Flugzeug dauerte es nicht einmal 100 Jahre.“"

Das Problem lässt sich nicht durch technischen Fortschritt lösen. Die Naturkonstanten der Physik lassen sich nicht durch grün-ideologiegetriebene Sprüche austricksen. Die Energiedichte der Sonnestrahlung auf der Erde beträgt etwa 1kW pro Quadratmeter, d.h. bei 100% Wirkungsgrad und 100 qm Solarfläche hätte das Flugzeug 100kW. Das reicht zum Segeln - zu mehr nicht. Heute nicht und in Zukunft auch nicht. Nehme gern jede Wette an.

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02.06.2014, 14:38 Uhr

@Marc_Hofmann
Immer wieder der gleiche autistische und defätistische Sermon von Ihnen.
Nehmen Sie doch diesen Flug wie die erste Autofahrt von Berta Benz von Mannheim nach Pforzheim und zurück. Getankt wurde in der Apotheke. Der Marc_Hofmann von damals hat geäußert: "Ein Fahrzeug, das man Steigungen hinaufschieben muss, das Treibstoff aus der Apotheke benötigt und das im Hoppelgang (Stop and Go Verkehr) um die Welt zuckelt....das ist kein Fortschritt, dass ist RÜCKSCHRITT auf Kindergartenniveaue!" - Der hatte damit natürlich absolut recht, wie jeder, der sich heutige Autos anschaut, leicht erkennen kann!

Ihren Brüdern im Geiste ist auch Konrad Zuse begegnet, als er seine Rechenmaschine zum Patent anmelden wollte und ihm dies mit der Begründung verweigert wurde, so ein Gerät hätte keinen praktischen Nutzen.

Wenn es in der Geschichte immer nach Ihresgleichen gegangen wäre, dann gäbe es heute keine Hochhäuser, Autos, Flugzeuge, Handys, Fernseher, Herzoperationen oder überhaupt medizinische Eingriffe, keine Raumfahrt, keine Gentechnik, LASER, ... Sie würden mit Ihrem ganzen Kindergarten heute noch in Höhlen leben.

Sie langweilen einfach, weil Sie völlig phantasielos immer wieder das selbe leere Stroh dreschen und offensichtlich bis heute nicht realisiert haben, dass auch große technische Fortschritte meistens sehr klein anfangen. Und meistens entstehen Dinge, von denen Kleingeister wie Sie nicht einmal in ihren kühnsten Träumen etwas erahnen können, weil sie sich ständig nur um sich selber drehen und auch nicht realisieren, dass die ständig propagierte Technologie auch aus kleinsten Anfängen entstanden ist. Ich bin sicher, dass Sie vor 100 Jahren alle für verrückt erklärt hätten, die versucht hätten, ihre Vision von Kernenergie-Nutzung zu realisieren.
Steuern Sie doch zur Abwechslung mal positive Gedanken und Ideen bei, oder hören Sie auf, hier ständig zu posten.

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