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19.08.2014

09:40 Uhr

Seismische Aktivität am Bardarbunga

Island schlägt Vulkan-Alarm

Vor vier Jahren sperrten Behörden nach einem Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull weite Teile des europäischen Luftraums. Jetzt gibt es eine neue Warnung vor einem Vulkanausbruch in der Region.

Archivbild von 2010: Blick auf den Vulkan Eyjafjallajökull in Island dapd

Archivbild von 2010: Blick auf den Vulkan Eyjafjallajökull in Island

StockholmDie Wetterbehörde der nordatlantischen Insel Island hat internationale Fluggesellschaften vor einer erhöhten Gefahr für einen neuerlichen Vulkanausbruch unter einem Gletscher gewarnt. Ein vergleichbares Ereignis im April 2010 legte den Luftraum über dem Nordatlantik und weiten Teilen Westeuropas tagelang lahm. Dabei waren mehr als 100.000 Flüge gestrichen worden.

Die Warnstufe für den Vulkan Bardarbunga sei auf “Orange” angehoben worden, hieß es am Montag auf der Website der Wetterbehörde mit Sitz in Reykjavik. Damit verbunden sei eine “erhöhte oder wachsende Gefahr vulkanischer Aktivität mit steigendem Eruptionspotenzial”, wie es erläuternd hieß. Der Bardarbunga ist eines der größten Vulkansysteme der Insel und liegt unter dem Gletscher Vatnajökull im Süden des Landes.

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In der Gegend seien seit Mitternacht mehr als 250 Erdstöße gemessen worden. Sichtbare Anzeichen einer bevorstehenden Eruption seinen nicht erkennbar, berichtete die Behörde weiter.

Der Vulkan ist etwa 25 Kilometer groß und befindet sich auf 1900 Metern über dem Meeresniveau. Der Bardarbunga war zuletzt 1996 ausgebrochen und stößt sowohl geschmolzene Lava als auch Asche aus.

Zuletzt eine vom isländischen Vulkan Grimsvötn stammende Aschewolke im Mai 2011 zu Flugausfällen in Schottland und Nordengland sowie in Deutschland geführt. Vor vier Jahren sperrten Behörden nach einem Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull deshalb weite Teile des europäischen Luftraums für sechs Tage.

Mehr als zehn Millionen Flugpassagiere waren damals betroffen und der Schaden betrug 1,7 Milliarden Dollar. Die europäischen Flugsicherung Eurocontrol erklärte, die Situation genau zu beobachten.
Auch eine Eruption des Bardabunga könnte vor allem den Flugverkehr treffen.

Ob es wirklich zu Beeinträchtigungen komme, hänge davon ab, wie hoch die Asche geschleudert werde und wie groß die Partikel seien, sagte Seismologe Martin Hensch vom isländischen Wetterdienst. Experten zufolge kann Vulkanasche in Flugzeugtriebwerken großen Schaden anrichten und sogar zum Ausfall der Turbinen führen.

Leben am Vulkan

Video: Leben am Vulkan Tacaná

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