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13.07.2015

12:20 Uhr

Solar Impulse 2

Zwangspause gefährdet Solarflug um die Welt

Die Weltumrundung im Solarflugzeug steht unter keinem guten Stern: Wegen beschädigter Akkus muss Solar Impulse 2 erneut für Wochen am Boden bleiben. Und diesmal könnte die Zwangspause kritisch werden.

Nach einem Rekordflug über den Pazifik muss der Solarflieger eine Zwangspause einlegen. ap

Solar Impulse 2 über Hawaii

Nach einem Rekordflug über den Pazifik muss der Solarflieger eine Zwangspause einlegen.

BerlinDie Euphorie nach dem Rekordflug über den Pazifik ist verflogen: Am Wochenende mussten die Verantwortlichen des Projekts „Solar Impulse 2“ eine Hiobsbotschaft verkünden. Wegen überhitzter Akkus wird der Solarflieger mehrere Wochen auf Hawaii festsitzen. Im schlimmsten Fall könnte das für dieses Jahr sogar das Aus für das Projekt einer Weltumrundung im Solarflugzeug bedeuten.

Die nur von Sonnenenergie betriebene Solar Impulse 2 war am 3. Juli nach 118-stündigem Flug von Japan aus auf Hawaii gelandet. Damit hatte die Maschine einen neuen Weltrekord für den längsten Alleinflug eines Solarflugzeugs ohne Zwischenlandung aufgestellt.

Auf der fünftägigen Reise von Japan nach Hawaii seien einige Akkus durch Überhitzung zerstört worden, heißt es in einer Mitteilung auf der Website des Projekts. Der Schaden sei irreparabel, die beschädigten Bauteile müssten ersetzt werden. Frühestens Anfang August könne mit einer Fortsetzung der Reise gerechnet werden.

Zu der Überhitzung war es bereits kurz nach dem Start gekommen. Als Grund nennt das Solar-Impulse-Team eine zu starke Isolierung der Batterien. Danach habe man es auf der ganzen Etappe nicht geschafft, die Temperaturen wieder zu senken. Derzeit würden verschiedene Maßnahmen geprüft, um ein erneute Überhitzung auf künftigen Teilstücken der Weltreise zu verhindern.

Solar Impulse 2 war am 9. März von Abu Dhabi zu einer Weltumrundung gestartet, die nach ursprünglicher Planung fünf Monate dauern sollte. Doch schon beim Start der Etappe nach Hawaii war es Anfang Juni zu Verzögerungen gekommen. Erst hatte schlechtes Wetter den in China gestarteten Solarflieger zu einem unplanmäßigen Zwischenstopp in Japan gezwungen. Dann war das Flugzeug auf seiner Parkposition im japanischen Nagoya durch starken Wind beschädigt worden. Mehr als drei Wochen dauerte es, bis die Maschine wieder einsetzbar war.

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