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03.08.2012

09:35 Uhr

Strombedarf

Gigantischer Kraftwerksausbau in den Golfstaaten

VonMathias Brüggmann

Der Stromhunger der Golfstaaten verspricht Milliardenprojekte für Kraftwerks- und Anlagenbauer. Während die VAE auf Atomenergie setzen, engagiert sich Katar bei den erneuerbaren Energien.

Der Energiehunger der Golfstaaten wächst kontinuierlich. AFP

Der Energiehunger der Golfstaaten wächst kontinuierlich.

BerlinDas Programm für Lebensmittelsicherheit in Katar wirft ein Schlaglicht auf die ehrgeizigen Pläne der Golf-Staaten zum Ausbau ihrer Strom- und Wasserversorgung. „In den nächsten acht Jahren werden die Staaten des Golf-Kooperationsrates (GCC) bei anhaltendem Wachstum zusätzliche Elektrizitätskapazitäten von 71.000 Megawatt aufbauen müssen“, sagt Angus Hindley, Research Director des angesehenen Fachmagazins „Middle East Economic Digest“ (MEED).

Der steigende Energiebedarf biete „ungeahnte Chancen“ für Kraftwerks- und Anlagenbauer, so Hindley: Die GCC-Staaten müssten dafür 50 bis 55 Milliarden Dollar investieren sowie nochmals die gleiche Summe für die Modernisierung und den Ausbau der Leitungsnetze.

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Allein 2011 sind nach Berechnungen von MEED, der führenden Quelle von Industrieausschreibungen in der Region, für 18 Milliarden Dollar Projekte für den Ausbau der Stromversorgung und für Entsalzungsanlagen abgeschlossen worden. Allein Saudi-Arabien brauche jährlich zusätzlich 4000 Megawatt an Elektrizität.

Gerade die Pläne, die Landwirtschaft in den Staaten der Region auszubauen, erfordert den massiven Aufbau neuer Stromkapazitäten. Hinzu kommen ein anhaltendes Wirtschaftswachstum, das den Energieverbrauch weiter steigert, sowie Bevölkerungswachstum und der dadurch nötige Ausbau der Trinkwasseraufbereitung: Allein für den Bau neuer Meerwasserentsalzungsanlagen wollten die GCC-Regierungen bis 2016 rund 100 Milliarden Dollar ausgeben, hat die Consulting-Gesellschaft Ventures Middle East errechnet. Dem GCC gehören Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Kuwait, Katar, Bahrain und Oman an.

Kommentare (3)

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06.08.2012, 11:09 Uhr

Macht ja auch Sinn: Selbst bauen Sie neue AKWs, um dann das so eingesparte Gas verflüssigt nach Deutschland schicken zu können. Hier wird es verbrannt, weil wir unsere AKWs abschalten.

SteuerKlasseEins

07.08.2012, 13:03 Uhr

Für jede Windmühle und jedes Solardach gibt es an anderer Stelle im Netz ein Gaskraftwerk, das dem Wetter gegensteuert und Strom liefert wenn der Wind ausfällt oder es dunkel wird.

Wer das alles bezahlt? Der deutsche Michel natürlich, der ist zufrieden mit seiner 75%igen Steuerlast und wählt weiter die Sozialen damit wir die 80% noch schaffen.

Account gelöscht!

09.08.2012, 20:56 Uhr

Wenn ich den Artikel mit meinen trüben Augen richtig gelesen habe, geht es um einen gigantischen Kraftwerksausbau in den Golfstaaten. Dann kommen Windmühlen und Solardächer (elektrisch oder termisch) ins Gespräch und am Ende heißt es, dass der deutsche Michel das bezahlt. Weiterer Höhepunkt ist der Zusammenhang der Golfstaaten mit dem Abschalten von AKW´s in Deutschland.
Da stellen sich Fragen wie:
Sind die Golfstaaten Teil von Deutschland für das der Michel zahlt wenn die dort Windmühlen oder Solardächer bauen.
Wie verhält sich neben dem geplanten deutschen Ausstieg aus der Kernenergie, der ebenfalls geplante Ausstieg aus der Kernenergie der Belgier und Schweizer in dieser Sache/den Golfstaaten?

Ich glaube Deutschland hat ganz andere Probleme!

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