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30.09.2012

19:19 Uhr

Studie

Klimawandel bedroht Fischbestände

Die durch Überfischung schon stark dezimierten Fischbestände leiden laut einer neuen Studie auch durch den globalen Klimawandel. Der verringert den Sauerstoffgehalt im Wasser - mit fatalen Konsequenzen.

Blauflossenthunfische in einem Transportkäfig. dpa

Blauflossenthunfische in einem Transportkäfig.

London Die weltweiten Fischbestände sind einer neuen Studie zufolge nicht nur durch massive Überfischung, sondern auch durch den Klimawandel bedroht. Die mit der Erderwärmung steigenden Wassertemperaturen zögen Wachstumsprobleme bei den Fischen nach sich, ergab die am Sonntag in der Zeitschrift "Nature Climate Change" veröffentlichte Untersuchung. Die Wissenschaftler um Daniel Pauly von der kanadischen University of British Columbia simulierten die Auswirkung des Klimawandels auf die Meere und ihre Bewohner in Computermodellen.

Als Grundlage nahmen die Forscher das sogenannte A2-Szenario. Dies geht davon aus, dass die globale Durchschnittstemperatur in der Atmosphäre bis 2100 um 3,4 Grad Celsius im Vergleich zu 2000 steigt. Diese Annahme galt früher als pessimistisch, wird angesichts des starken Ausstoßes klimaschädlicher Gase allerdings als immer wahrscheinlicher angesehen. Steigt die Temperatur in der Atmosphäre, werden auch die Meere wärmer. Dies wiederum führt zu einem niedrigeren Sauerstoff-Gehalt im Wasser. Die Fische können dadurch weniger Sauerstoff aufnehmen - und wachsen weniger als bislang.

Am stärksten betroffen sind den Berechnungen der Forscher zufolge die Fische in tropischen Gewässern. Im Indischen Ozean wird das Körpergewicht der Fische demnach bis 2050 um 24 Prozent abnehmen, im Atlantik um 20 und im Pazifik um 14 Prozent. "Ein wärmerer und schlechter mit Sauerstoff versorgter Ozean (...) würde es für große Fische schwieriger machen, ausreichend Sauerstoff zu erhalten. Das heißt, sie hören auf, weiter zu wachsen", heißt es in der Studie. Auch wenn der erwartete Anstieg der Wassertemperatur nur gering erscheine, seien die Auswirkungen auf die Körpergröße "unerwartet" groß.

Von

afp

Kommentare (11)

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Otto

30.09.2012, 19:56 Uhr

Was wäre wenn,
das Klima sich abkühlen würde, so wie es sich im Laufe der Erdgeschichte nach jeder Warmphase ereignete. Welche menschlichen Ursachen würden dann angeführt werden? Wie schrecklich wäre denn eine Eiszeit für das Wachstum von Pflanzen und Tiere, und was müsste dann geheizt werden? Wo doch Öl und Gas so knapp sind und zu schade um es einfach zu verbrennen. - Also hört auf ihr Wissenschaftler und Presseleute mit der Panikmache. Klimawandel gab es schon immer, nicht nur "Menschengemachter"!

Account gelöscht!

30.09.2012, 20:24 Uhr

Jeder quatscht daher, wie er ist. Mancher noch quätscher.

Außerdem ist der Artikel für Aquarianer keine Wissenserweiterung, denn weit bevor der Fisch bei 43° C gegart wird, schnappt er nach Luft.

SpeisefischeSindKeineNesthocker

30.09.2012, 21:09 Uhr

Heyeiei, was ein Quatsch heute verzapft wird. seit wann sitzt der Fisch im Wasser in einer Immobilie? Also wäre ich ein Fisch, würde ich dann einfach in kühlere Gefilde abwandern. Schlecht recherchiert ist meine Meinung.

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