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26.01.2016

01:40 Uhr

Studie

Meeresspiegel-Anstieg doppelt so hoch wie gedacht

Die Auswirkung der Klimaerwärmung auf die Ozeane ist bislang unterschätzt worden. Laut einer Studie steigen die Meeresspiegel wesentlich schneller als angenommen. Die Zunahme schwerer Stürme könnte eine Folge sein.

Die Meeresspiegel steigen laut einer aktuellen Studie stärker durch die Klimaerwärmung als bisher angenommen. Starke Stürme können die Folge sein. ap

Sturm in Texas

Die Meeresspiegel steigen laut einer aktuellen Studie stärker durch die Klimaerwärmung als bisher angenommen. Starke Stürme können die Folge sein.

MiamiDer weltweite Anstieg der Meeresspiegel durch die Klimaerwärmung ist einer Studie zufolge bislang deutlich unterschätzt worden. Vermutlich sei er doppelt so hoch wie bislang gedacht, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Studie deutscher Forscher in der US-Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“. Demnach dachten Forscher bislang, die Meeresspiegel würden jährlich zwischen 0,7 und einem Millimeter wegen der Ausdehnung des wärmer werdenden Wassers ansteigen.

Bei erneuter Prüfung der Satellitendaten aus den Jahren 2002 bis 2014 habe sich aber ergeben, dass sie allein wegen des wärmer werdenden Wassers tatsächlich um 1,4 Millimeter pro Jahr ansteigen. Dieser Faktor sei also bislang deutlich unterschätzt worden, erläuterte Professor Jürgen Kusche von der Universität Bonn, ein Ko-Autor der Studie. Als Folge davon könne es eine Zunahme schwerer Stürme geben, heißt es in dem Blatt.

Wird der Anstieg durch das Schmelzen von Eis noch hinzu gerechnet, steigen die Meeresspiegel jährlich um 2,74 Millimeter. Weltweit sei der Anstieg der Meeresspiegel allerdings sehr unterschiedlich. Während er auf den Philippinen fünf Mal so hoch sei wie der weltweite Durchschnitt, bleibe das Niveau an der Westküste der USA größtenteils stabil.

Von

afp

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