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12.01.2014

10:00 Uhr

Umstrittenes Comeback

Die Rückkehr der Wölfe

VonMarc Etzold

In Deutschland leben immer mehr Wölfe. Was für Umweltschützer eine gute Nachricht ist, treibt Jäger und Bauern auf die Barrikaden. Sie streiten über den richtigen Umgang mit dem Rückkehrer.

Der Wolf wird wieder heimische in Deutschland - doch das gefällt nicht jedem. dpa

Der Wolf wird wieder heimische in Deutschland - doch das gefällt nicht jedem.

DüsseldorfEin Waldstück in der Nähe von Celle. Ein Jäger sitzt in seinem Hochstand. Er richtet sein Gewehr aus, schießt und trifft. Als der Jäger das Reh inspizieren möchte, bemerkt er etwas hinter sich. Er dreht sich um, wenige Meter entfernt steht ein Wolf. Auch er hat es auf das Reh abgesehen. Der Jäger geht auf Nummer sicher, verlässt den Ort und überlässt das Reh dem Wolf.

Immer häufiger kommt es mittlerweile zu Begegnungen zwischen Mensch und Wolf. Nach 100 Jahren Abwesenheit ist Canis lupus nach Deutschland zurückgekehrt. Vor 14 Jahren wurden die ersten Wölfe hierzulande in der Lausitz heimisch. Heute leben laut Bundesumweltministerium 25 Wolfsrudel und -paare sowie vier ortstreue Einzeltiere in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen - insgesamt bis zu 300 Tiere. Vereinzelt wurden Wölfe auch schon in Bayern, Thüringen und Rheinland-Pfalz gesichtet.

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In Europa und nicht wie oft gedacht in Ostasien wurde aus dem Wolf ein Hund. Jäger und Sammler freundeten sich vermutlich als erste mit dem Tier an, wie jetzt analysiertes Erbgut belegt.

In Niedersachsen gab es die ersten Wolf-Kontakte vor etwa fünf Jahren. Mittlerweile leben drei Rudel in dem Flächenland, genauer gesagt auf dem Truppenübungsplatz Munster-Nord, im Wendland und in Bergen im Landkreis Celle. Hinzu kommt ein Einzelgänger im Raum Cuxhaven.

„Viele Schäfer sind auf die Wölfe nicht vorbereitet“, sagt Thomas Sporn, Kreisjägermeister für Hannover. Jäger würden zudem unter finanziellen Einbußen leiden, weil sie ihre Jagdpläne nicht mehr erfüllen könnten.

Dieses Argument lässt Harald Martens vom Bundesamt für Naturschutz nicht gelten. „Das Wild gehört den Jägern nicht“, sagt der Wolfs-Experte. Ohnehin gebe es in Deutschland zu viel Wild. Der Wolf sei eine gut Ergänzung zur Arbeit der Jäger.

Alarmiert sind auch die Vermieter von Ferienhäuser: Aus Angst vor Wölfen bestellen immer mehr Leute ihre Ferienhäuser wieder ab, sagen sie und fürchten dauerhafte Einnahmeverluste. Eine Gefährdung für den Menschen erkennt das Bundesamt für Naturschutz derzeit aber nicht – ebenso wie der Deutsche Jagdverband. Dies hängt auch damit zusammen, dass der Wolf als möglicher Überträger der Tollwut ausfällt - seit 2008 gilt Deutschland als tollwutfrei.

Kommentare (15)

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13.01.2014, 07:59 Uhr

Ja der Wahnsinn kennt in Deutschland keine Grenzen!
Warte auf diverse Meldungen: Familie beim Sonntagsausflug vom Rudel gerissen oder Kind in Vorgarten Tod gebissen.

Wer traut sich da noch Angstfrei in Wälder (wo bekannt ist, das dort Wölfe leben!)

Mein Vorschlag: setzt doch noch diverse Löwen im Wald aus, sind ja nur Mietzekätzchen und die beisen nicht!

Man kann nur an Jägger appelieren die Wölfe zu erschießen und an Ort und Stelle zu vergraben!

Alle die sagen, die sind keine Gefahr, die würde ich in Tierpark in ein Wolfsgehege stecken. Dabei sind die Tiere dort noch sozial da sie regelmäßig gefüttert wurden. Mal sehen wie behaglich sich da drion die Leute fühlen!

Als Otto normal Spazierer langt schon eine direkte Begegnung mit einem Wildschwein! Wer sowas schon erlebt hat, der weiß von was ich spreche! Die sind aber keine Raubtiere, was wohl wenn statt dessen ein weißes Gebiss mit vielen Reißzähnen sie als nächstes "angrinst" ?!

Account gelöscht!

13.01.2014, 09:43 Uhr

Kleiner Hinweis:
Es gibt in der Geschichte Deutschlands keinen nachweisbaren Fall in dem ein Mensch von einem Wolf getötet worden wäre. Seit Aufzeichnungen ab 1945
gibt es Weltweit keinen nachweisbaren Fall. Jetzt mal darüber nachdenken wie es wohl andersherum aussieht ...
Der Mensch gehört NICHT in das Beuteschema des Wolfes und somit lässt der Wolf den Menschen grundsätzlich in Ruhe. Ich rede hier von frei lebenden
Wölfen. Nicht von denen die in Gefangenschaft "leben". Durch das hochkomplexe Sozialleben des Wolfes verhalten sich diese Tiere anders als die
Verwandten in freier Wildbahn. Frei lebende Wölfe können sich aus dem Weg gehen, gefangene Wölfe können das nicht und müssen mit diesem sozialen
Druck leben.
An die Schäfer der Hinweis sich doch "einfach" Hütehunde anzschaffen. Diese halten erfolgreich den Wolf ab. Und auch die Menschen die aus reinem
Spaß Tiere zu Tode quälen.
Bitte das alte Bild vom "bösen Wolf" ablegen! Es gibt genug frei verfügbare Informationen die >wahrheitsgemäß< darüber informieren.

Account gelöscht!

13.01.2014, 09:45 Uhr

Kleiner Hinweis:
Es gibt in der Geschichte Deutschlands keinen nachweisbaren Fall in dem ein Mensch von einem Wolf getötet worden wäre. Seit Aufzeichnungen ab 1945
gibt es Weltweit keinen nachweisbaren Fall. Jetzt mal darüber nachdenken wie es wohl andersherum aussieht ...
Der Mensch gehört NICHT in das Beuteschema des Wolfes und somit lässt der Wolf den Menschen grundsätzlich in Ruhe. Ich rede hier von frei lebenden
Wölfen. Nicht von denen die in Gefangenschaft "leben". Durch das hochkomplexe Sozialleben des Wolfes verhalten sich diese Tiere anders als die
Verwandten in freier Wildbahn. Frei lebende Wölfe können sich aus dem Weg gehen, gefangene Wölfe können das nicht und müssen mit diesem sozialen
Druck leben.
An die Schäfer der Hinweis sich doch "einfach" Hütehunde anzschaffen. Diese halten erfolgreich den Wolf ab. Und auch die Menschen die aus reinem
Spaß Tiere zu Tode quälen.
Bitte das alte Bild vom "bösen Wolf" ablegen! Es gibt genug frei verfügbare Informationen die >wahrheitsgemäß< darüber informieren.

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