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26.11.2012

11:22 Uhr

Uno-Klimagipfel in Doha

Klimaschutz in der Warteschleife

Weltweit steigen die CO2-Emissionen auf immer neue Rekordwerte - trotz Kyoto-Protokoll, trotz Emissionshandel. Auf der Klimakonferenz in Doha soll wieder einmal gegengesteuert werden - doch die Chancen dafür sind gering.

UN-Klimakonferenz in Doha hat begonnen

Video: UN-Klimakonferenz in Doha hat begonnen

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DohaDer Name des Ortes für die aktuelle UN-Klimakonferenz hat einen Klang, der für den Kampf gegen die Erderwärmung wenig Gutes verheißt: Seit 2001 versucht die Weltgemeinschaft in der sogenannte Doha-Runde, Regeln für eine Weltwirtschaft aufzustellen, die allen Staaten nützen sollen. Gearbeitet wird bis heute daran, ein Erfolg ist immer noch nicht in Sicht. Ein ähnliches Schicksal könnte dem Klimagipfel in Katars Hauptstadt bevorstehen.

Vor dem Beginn der Klimakonferenz am heutigen Montag war jedenfalls nicht viel Optimismus zu erkennen. „Es wird in Doha voraussichtlich leider nicht allzu viel rauskommen“, sagte der Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Ottmar Edenhofer. Eine „sich immer weiter öffnende Schere zwischen Handeln und Wissen“ beklagte die Organisation Germanwatch.

Die jährlichen Welt-Klimatreffen sollen die Erde vor einer Umweltkatastrophe bewahren, doch im Kern werden hier harte Wirtschaftsinteressen verfochten. Der Erfolg ist bislang weitgehend ausgeblieben. Vor dem Treffen 2009 in Kopenhagen schien ein Durchbruch, ein Welt-Klimavertrag nahe. Der neugewählte US-Präsident Barack Obama gab Umweltschützern neue Hoffnung, er reiste sogar ebenso an wie die Staatschefs der anderen großen Länder der Welt.

Mit dem Scheitern von Kopenhagen verlor jedoch die Klimadebatte ihre Präsenz auf den Titelseiten – und die Verhandlungen an Schwung. Vor allem die widerstreitenden Interessen der aufstrebenden Schwellenländer wie China und Indien und der etablieren Industriestaaten verhindern bislang ein wirksames Vertragswerk. Die Boomländer Asiens wollen sich in ihrer Entwicklung nicht durch Vorgaben einschränken lassen und sehen die Verantwortung für das Klimaproblem in erster Linie in Europa und den USA.

Kommentare (5)

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nixprof

26.11.2012, 11:44 Uhr

"Klimaschmutz" wäre deutlich..
Frage an Germanwatch: was verstehen Sie eigentlich unter "Wissen"? Das Märchen der Co2-Lobby als Ursache, oder - da haben die Schwellenländer und China recht - die globale Oekologievergewaltigung der westlichen Nationen, ausgedrückt durch militärische - unter dem Hemd der Forschung - Verunreinigung der Stratosphäre und absichtliches Abtauen der Arktis? Einbringen von Aluminium und Barium (in Nanopartikeln, die in jede biologische Lunge eindringt).
Ursachen bekämpfen, und nicht Symptome!

vandale

26.11.2012, 12:05 Uhr

Wenn man die optimistischen Worte des Artikels mit Zeitungsberichten anderer nichteuropäischer Länder abgleicht, hat die fiktive Oekokatastrophe einer CO2 Klimahölle mittlerweile ihren Höhepunkt überschritten und ist mittlerweile weitestgehend auf Europa begrenzt.

Auch in Europa mehren sich kritische Stimmen vor allem in osteuropäischen Ländern wie der CSR und Polen. Fr. Merkel hatte 2010 die kritischen Stimmen zum verstummen gebracht indem sie Aenderungen im CO2 Zertifikate Verteilungsschlüssel zulasten Deutschlands zuliess. Damit wurde sie von den Medien als "Klimakanzlerin" gefeiert.

Spätestens wenn die CO2 Zertifikate in Europa richtiges Geld kosten werden sich auch einige andere europäische Länder besinnen.

Frankreich hat die Saga einer CO2 Klimahölle seinerzeit begrüsst als man dort eine stärkere Kernenergienutzung zulasten importierter fossiler Energie etablieren wollte. Mittlerweile ist die neue Regierung von den Grünen abhängig, der Kernenergieausbau stockt und so scheint es nicht unwahrscheinlich das man den Klimaschwindel in Frage stellen wird.

In Grossbritannien mehren sich kritische Stimmen aus der Industrie die weitere Kostenbelastungen ablehnen.

Die mittlerweile konservative spanische Regierung hat mit der Finanzkrise wichtigere Aufgaben als Kosten zugunsten fiktiver Katastrophen zu generieren. Insofern scheint es recht wahrscheinlich dass die Begeisterung in Spanien für den Klimaschwindel schrumpft.

Alles in Allem ist davon auszugehen, dass der Klimaschwindel auch in Europa in den kommenden 5 Jahren in Frage gestellt wird.

Vandale

Welehamm

26.11.2012, 12:45 Uhr

Mensch rettet Klima - alle lachen, bis auf die, die ordentlich Staatsknete dafür bekommen und davon gut leben und reisen können. Diese Klimaschwindler wollen ja auch in dieser trüben Jahreszeit nicht im Kalten hocken und haben sich deswegen das schöne Doha, unseres Lieblingsfreundes Al Thani, ausgesucht, um dort im Warmen und in Superhotels ihre Lamentos abzudrücken. Hohe Spesen, das war's gewesen. Zu diesen Konferenzen kommt kein Obama und keine Merkel mehr. Ihr Pachauris, Schellnhubers und Rahmstorfs habt die Welt lange genug verarscht, aber euere Schauermärchen werden durch die reale Banksterkrise mehrfach übertroffen und für euch ist kein Platz mehr auf der Agenda. Seid froh, dass ihr im Winter im schönen Wetter euere Spesen in warmer Sonne verbrennen könnt - und nervt uns dafür bitte nicht mehr. Ich nenne das win-win.

Ich wäre ja gerne mal so hingejettet, aber die 534 € für eine Nacht im Arumaila waren mir zu teuer.

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