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28.08.2012

11:20 Uhr

US-Institut

Nordpol-Eis so stark geschrumpft wie noch nie

Seit mehr als 30 Jahren messen US-Forscher das Eis um den Nordpol herum, aber so wenig wie in diesem Jahr war noch nie. Eine „fundamentale Veränderung“, sagen die Forscher.

Die Satellitenaufnahme zeigt die Eisfläche am Nordpol, links unten Alaska und darüber der Ferne Osten der Russischen Föderation (Archivfoto von September 2002). Das Eis um den Nordpol herum ist so stark geschrumpft wie nie zuvor. dpa

Die Satellitenaufnahme zeigt die Eisfläche am Nordpol, links unten Alaska und darüber der Ferne Osten der Russischen Föderation (Archivfoto von September 2002). Das Eis um den Nordpol herum ist so stark geschrumpft wie nie zuvor.

New York/BoulderDas Eis um den Nordpol herum ist auf ein Rekord-Minimum geschrumpft. Mit einer Fläche von 4,10 Millionen Quadratkilometern habe es den niedrigsten Stand seit Beginn der Satellitenmessungen 1979 erreicht, teilte das Schnee- und Eisdatenzentrum der USA (NSIDC) am Montag in Boulder im Bundesstaat Colorado mit. Diese Daten seien am Sonntag erhoben worden. Da die wärmere Jahreszeit in der Region noch bis zu drei Wochen anhalte, könne das Eis weiter schmelzen.

„Im Kontext dessen, was in den vergangenen Jahren und seit Beginn der Satellitenmessungen passiert ist, zeigen diese Daten, dass die Eisfläche sich fundamental verändert“, sagte NSIDC-Wissenschaftler Walt Meier laut Mitteilung. „Die Arktis war früher von vielschichtigem Eis, oder Eis, das mehrere Jahre lang bestehenblieb, dominiert. Jetzt wird es mehr zu einer saisonalen Eisfläche, und große Teile werden im Sommer verschwinden.“

Die Grafik des National Snow and Ice Data Center zeigt die Arktis vom 18.09.2007 (l) und vom 26.08.2012 (r). Die Eisfläche umfasst 2012 4,1 Millionen. Der bisher niedrigste Stand wurde 2007 mit 4,17 Millionen Quadratkilometern gemessen. dpa

Die Grafik des National Snow and Ice Data Center zeigt die Arktis vom 18.09.2007 (l) und vom 26.08.2012 (r). Die Eisfläche umfasst 2012 4,1 Millionen. Der bisher niedrigste Stand wurde 2007 mit 4,17 Millionen Quadratkilometern gemessen.

Besondere Wetter-Ereignisse, die die starke Eisschmelze erklären könnten, habe es in diesem Jahr nicht gegeben, sagte NSIDC-Direktor Mark Serreze. „Abgesehen von einem größeren Sturm im August war das Wetter dieses Jahr nicht bemerkenswert. Das Eis ist so dünn und schwach, dass es gar nicht mehr darauf ankommt, wie stark der Wind bläst.“

Den bisherigen Rekord hatten die Forscher im September 2007 gemessen. Damals lag die Größe der Eisfläche bei 4,17 Millionen Quadratkilometern. Teile des Arktiseises schmelzen jedes Jahr in den wärmeren Monaten und frieren in den kälteren Monaten wieder zu. Die Größe der Gesamtfläche verändert sich von Jahr zu Jahr allein schon wegen unterschiedlicher Wetterbedingungen. Seit Beginn der Messungen 1979 sei die Gesamtfläche aber insgesamt „dramatisch zurückgegangen“, teilte das NSIDC mit. Das sei vor allem der Erderwärmung und dem globalen Klimawandel zuzuschreiben.

Von

dpa

Kommentare (11)

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Sonnenschein

28.08.2012, 12:17 Uhr

Das Ei hat sich die Krone der Schöpfung selbst in Nest gelegt und sie wird dafür bezahlen müssen.

Klimawandel hat es immer gegeben und immer waren sie mit gewaltigen Veränderungen der Lebensräume verbunden. Dieses Mal können wir sagen: Wir waren selbst zu dumm, die Folgen unserer Lebensweise zu bedenken und es geschieht uns recht, wenn wir die Folgen zu tragen haben.

Account gelöscht!

28.08.2012, 12:31 Uhr

Und wo ist das ganze Eis nun hin?

Neue_Sintflut_kommt

28.08.2012, 13:13 Uhr

@ pedrobergerac
Es ist in der Atmosphäre und wird am Tag X sintflutartig abregnen!

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