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09.01.2012

13:27 Uhr

Vietnam

Seltene Delfine im Mekong gesichtet

Vietnamesische Forscher haben eine ungewöhnlich große Schule mit 20 Irawadi-Delfine entdeckt. Die Tiere gelten als vom Aussterben bedroht.

Von den bedrohten IIrawadi-Delfinen existieren vermutlich weltweit nur noch wenige hundert Exemplare dpa

Von den bedrohten IIrawadi-Delfinen existieren vermutlich weltweit nur noch wenige hundert Exemplare

HanoiForscher haben im Mekongdelta in Vietnam eine ungewöhnlich große Schule an Irawadi-Delfinen entdeckt. Von den seltenen Säugetieren, die wie alle Delfine zu den Walen gehören, gibt es weltweit wahrscheinlich nur noch wenige hundert. Sie sind vom Aussterben bedroht.

Den Mitarbeitern des vietnamesischen Instituts für tropische Biologie schwammen jetzt in der Schutzzone Kien Giang im Süden des Landes bei einer Expedition 20 Tiere vor das Boot. „Die Anzahl war größer als Schulen, die in der Malampaya-Bucht auf den Philippinen oder anderswo im Mekong gesichtet wurden“, sagte einer der Forscher, Vu Long. Das Schutzgebiet wird unter anderem auch von der staatlichen deutschen Organisation für Entwicklungszusammenarbeit, der GIZ, gefördert.

Die Delfine (Orcaella brevirostris), die in Buchten, Flüssen und Flussmündungen leben, stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten der Weltnaturschutzunion IUCN. Die Umweltstiftung WWF (World Wide Fund For Nature) schätzte im August vergangenen Jahres die Zahl dieser Tiere im Mekong auf nur 85 Exemplare.

Dort leben sie überwiegend im Grenzgebiet zwischen Kambodscha und Laos. Schulen sind unter anderem auch in Küstenregionen und Deltas in Birma, Indonesien, Papua-Neuguinea und Nordaustralien gesehen worden.

Delfine verheddern sich oft in Fischernetzen und verenden dann. Bedrohlich ist für sie auch die zunehmende Wasserverschmutzung. Die Schadstoffe schwächen ihr Immunsystem und beeinträchtigen ihre Fortpflanzung.

Von

dpa

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