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08.08.2017

09:46 Uhr

Waldsterben

Klimawandel sorgt für Geisterwälder

Die Auswirkungen des Klimawandels lassen sich schon heute an vielen Orten der Erde beobachten – zum Beispiel entlang der Ostküste Nordamerikas. Dort führt der Anstieg des Meeresspiegels zum Sterben ganzer Wälder.

Eindringendes Salzwasser verändert das Ökosystem an der Küste und schafft Sumpfland, wo es einst Wälder gab. AP

Geisterwald am Savannah River

Eindringendes Salzwasser verändert das Ökosystem an der Küste und schafft Sumpfland, wo es einst Wälder gab.

Port RepublicSie werden „Geisterwälder“ genannt – tote Bäume entlang von Küsten, die das Meer überspült hat. Wissenschaftler sprechen von einem der sichtbarsten Zeugnisse des Klimawandels.

Der Prozess vollzieht sich seit Jahrtausenden auf natürliche Weise, aber er hat sich in den vergangenen Jahrzehnten beschleunigt. Polareis schmilzt, die Meeresspiegel steigen, Salzwasser dringt ins Inland vor und lässt Bäume sterben – dort, wo sie einst grünten und gediehen.

Weltweit sind Forschungen im Gange, um herauszufinden, wie rasch sich die Geisterwälder ausbreiten. Aber Wissenschaftler stimmen darin überein, dass der erschreckende Anblick toter Bäume in einst gesunden Lebensräumen ein leicht zu erkennendes Beispiel für die Auswirkungen der globalen Erwärmung ist.

„Ich glaube, dass Geisterwälder der sichtbarste Indikator für Klimawandel überall an der Ostküste der USA sind“, sagt Matthew Kirwan, ein Professor am Institute of Marine Science in Virginia, der das Baumsterben in seinem Staat und im benachbarten Maryland erforscht. „Es war vor 50 Jahren trockenes, nutzbares Land, jetzt ist es Marschland mit toten Stümpfen und toten Bäumen.“

Es geschieht rund um die Welt, aber in Nordamerika ist es besonders gut erkennbar: Hunderttausende Hektar an Bäumen, die durch Salzwasser abgestorben sind, von Kanada die Ostküste herunter bis zum Südzipfel Floridas und gen Westen bis nach Texas. Das Salzwasser ändert an der Küste das Ökosystem, schafft Sumpfland, wo es einst Wälder gab.

Das hat zahlreiche Auswirkungen auf die Umwelt, obwohl viele Wissenschaftler davor warnen, sie in die Kategorie „gut“ oder „schlecht“ einzuordnen: Was einer Spezies oder einem Ökosystem nützt, kann einem anderen schaden, sagen sie.

Zugvögel etwa, die auf Küstenwälder angewiesen sind, haben weniger Lebensraum. Und das Baumsterben lässt Bodenmikroben Stickstoff freisetzen, der zu dem hinzukommt, was schon aus anderen Quellen stammt, so aus landwirtschaftlichen Abwässern. Das trägt zu Algenblüten bei und reduziert Sauerstoff, was Fische krank machen oder gar töten kann.

Aber der Wandel von Wald- in Sumpfland schafft auch „extrem produktive“ Feuchtgebiete, die Fische und Schalentiere beherbergen und ernähren. Der Atlantische Umber war beispielsweise in Gewässern des südlichen New Jersey noch vor 15 Jahren eine Seltenheit. Jetzt kommt der Fisch im Überfluss vor, wie Ken Able von der Rutgers University erläutert.

Kommentare (1)

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Herr Holger Narrog

08.08.2017, 10:53 Uhr

Sachlich gesehen steigt der Meeresspiegel seit der letzten grossen Eiszeit. Mittlerweile hat sich der Meeresspiegelanstieg soweit bekannt auf 1 - 3mm/Jahr reduziert. Durch die Bewegung der Kontinente ergeben sich lokale Unterschiede. Norwegen habt sich ein paar cm/Jahr, die US Ostküste sinkt ab.

Sofern Sie eine Analyse zum "Klimawandel" lesen mögen, "Bürger für Technik" , Die Schwachstellen der Hypothese vom Klimawandel, einfach googlen.

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