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23.12.2016

09:42 Uhr

Wattway in der Normandie

Erste Solarstraße in Frankreich freigegeben

VonWerner Pluta
Quelle:Golem.de

Im Nordwesten Frankreichs ist die erste Straße, die Strom aus Sonnenlicht gewinnt, für den Verkehr freigegeben worden. Der „Wattway“ genannte Straßenbelag besteht aus Photovoltaik-Modulen.

Frankreich will 1000 Kilometer Straße mit Solarzellen pflastern. (Foto: Colas/Joachim-Bertrand)

Strom aus der Straße

Frankreich will 1000 Kilometer Straße mit Solarzellen pflastern. (Foto: Colas/Joachim-Bertrand)

BerlinDiese Straße produziert Strom aus Sonnenlicht: In der Normandie ist die erste Solarstraße der Welt in Betrieb genommen worden. Sie besteht aus Solarpaneelen, die auf der Straße ausgelegt wurden. Der Straßenabschnitt wurde von Frankreichs Energie- und Umweltministerin Ségolène Royal eingeweiht.

Der solare Abschnitt der Nationalstraße bei der normannischen Gemeinde Tourouvre-au-Perche ist nur etwa einen Kilometer lang, die Paneele bedecken eine Fläche von rund 2800 Quadratmetern. Sie sollen genug Strom produzieren, um die Straßenlaternen in dem 5000-Einwohner-Ort zu betreiben, berichtet die französische Tageszeitung Le Monde.

Wattway: Sonnenstrom von der Straße

Wattway

Sonnenstrom von der Straße

Eine französische Firma pflastert Straßen nicht mit Asphalt, sondern mit Solarzellen. Der umweltfreundliche Belag soll Millionen Menschen mit grüner Energie versorgen.

Die Solarzellen bestehen aus polykristallinem Silizium und sind in ein mehrlagiges Substrat eingebettet. Die nur einigen Millimeter dicken Paneele sind stabil genug, dass auch Lkw darüber fahren können, ohne sie zu beschädigen.

Entwickelt wurde der Wattway genannte Straßenbelag vom dem französischen Bauunternehmen Colas und dem französischen Nationalen Institut für Solarenergie (Institut national de l'énergie solaire, Ines). Die Paneele haben allerdings einen geringeren Wirkungsgrad als Solarmodule auf einem Dach.

Das liegt weniger am Schatten der Fahrzeuge – Colas rechnet damit, dass sie nur etwa ein Fünftel des Tages von Autos verdeckt sind –, sondern daran, dass sie flach ausgelegt sind. Photovoltaikmodule werden normalerweise angestellt, um die Effizienz zu erhöhen.

Die Solarstraße hat rund fünf Millionen Euro gekostet – das Geld hat der französische Staat zur Verfügung gestellt. Die Initiatorin des Projekts war Ministerin Royal.

Die Idee „Strom aus Straße“ wird auch in anderen Teilen der Welt erprobt: Das US-Unternehmen Solar Roadways arbeitet seit Jahren an der Entwicklung eines Solarzellen-Straßenbelags. Bislang wurde die US-Technik allerdings nur in kleinem Maßstab, etwa auf Parkplätzen, eingesetzt.

Kommentare (1)

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23.12.2016, 14:09 Uhr

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