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19.04.2013

10:24 Uhr

Wintersport und Klimawandel

Da helfen keine Schneekanonen

Schlechte Nachrichten für Wintersportler: Es taut - nicht nur im Frühjahr. Der Klimawandel lässt in die Schneefallgrenzen in den Alpen steigen. Eine aktuelle Studie zeigt: Auch Kunstschnee hilf auf lange Sicht nicht.

Schneesicherheit dank Kanonen: Für viele Wintersportgebiete in den Alpen ist das langfristig keine Option. dpa

Schneesicherheit dank Kanonen: Für viele Wintersportgebiete in den Alpen ist das langfristig keine Option.

MünchenWeiße Schneezungen in sattem Grün, darauf ein paar unermüdliche Skifahrer und Tourengeher - so endet derzeit die Saison in den Skigebieten. Auf den Pisten hält sich der Schnee, auch wenn der Lifte schon geschlossen haben - denn sie wurden den Winter über kräftig beschneit, damit der Schnee auch ganz sicher bis zum Saisonende reicht.

Und so ist in vielen Skigebieten auf ein paar hundert Metern noch Winter, während rundherum die Blumen sprießen. Umweltschützer bezweifeln jedoch, dass Kunstschnee die bayerischen Skigebiete langfristig schneesicher machen kann.

Eine Studie im Auftrag des Deutschen Alpenvereins (DAV) kommt ähnlich wie frühere Prognosen zu dem Ergebnis: In den bayerischen Bergen werden die Skifahrer langfristig nur zwei schneesichere Gebiete ansteuern können: Die Pisten in Garmisch-Partenkirchen um die Zugspitze und in Oberdorf am Nebelhorn. Auch nach einer OECD-Studie wäre bei einer Erwärmung um vier Grad in Deutschland nur die Zugspitze schneesicher.

Der Gletscher an Deutschlands höchstem Berg dürfte dann geschmolzen sein, er könnte nach Prognosen schon in zwei Jahrzehnten ganz verschwinden. Die Bayerische Zugspitzbahn kämpft deshalb auch im Sommer um ihr Skigebiet. Mit weißen Planen deckten Helfer alljährlich ein paar Hundert Quadratmeter ab, um Eis und Schnee zu schützen.

Ähnlich machen es österreichische Gletscherskigebiete. Zum Erhalt der vom Klimawandel bedrohten Gletscherwelt trägt das aber Experten zufolge nicht messbar bei - bestenfalls zum Erhalt des Skibetriebs.

Erstmals bezieht die neue DAV-Studie bei der Prognose für Bayerns Skigebiete die künstliche Beschneiung ein. Ergebnis: Kunstschnee - in Fachkreisen „technischer Schnee“ - kann manche Orte über Zwischenphasen retten. Bei einem Grad Erwärmung wären mit Kunstschnee noch 50 bis gut 70 Prozent der Skigebiete in Bayern schneesicher, ohne Kunstschnee nur gut 15 bis 20 Prozent. Aber bei vier Grad ist fast überall Schluss - da hilft auch die Schneekanonen-Artillerie nicht mehr.

Kommentare (13)

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19.04.2013, 11:13 Uhr

Besonders gut war der Klimawandel in diesem Winter zu beobachten. So lange konnte ich noch nie Schi fahren.

HofmannM

19.04.2013, 11:29 Uhr

Ach übrigends soll es dieses Wochenende (Mitte April) wieder bis auf 800 Meter hinunter schnein. Die Schneekanonen werden dann wirklich überflüssig...kommt ja jetzt immer mehr (von Jahr zu Jahr) Schnee von OBEN!
Liebes HB,
solche Propaganda und wahrheitsfremden Artikel könnt ihr in Zukunft etwas zurückfahren. Wir werden nämlich seit Jahren mit mehr und mehr Winter konfrontiert...Danke!

Bayern_Knut

19.04.2013, 11:30 Uhr

Ist der Artikel über 10 Jahre alt? Sozusagen aus den Gründungszeiten der CO2-Kirche?

Mittlerweile kann keine Universität den von den Öko-Faschisten propagierten Klimawandel messbar nachweisen!

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