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27.11.2011

14:32 Uhr

Zukunft

So gleiten Autos im Jahr 2020

VonAxel Postinett

IBM forscht nach der Antriebstechnik der Zukunft. Sie könnte die USA von der Öl-Abhängigkeit befreien. Die „Battery 500“ soll für mindestens 500 Meilen reichen, bevor das Fahrer wieder an die Steckdose muss.

Zeitraffer-Aufnahme des Verkehrs auf der Autobahn A115 (Avus) in Berlin. dpa

Zeitraffer-Aufnahme des Verkehrs auf der Autobahn A115 (Avus) in Berlin.

San JoseEntspannt steigt der Fahrer aus seiner Elektrolimousine. Gerade hat er die rund 390 Meilen von San Francisco nach Los Angeles hinter sich gebracht, ohne nur einmal die Batterien zu laden. Ein intelligentes Online-Verkehrsleitsystem hat ihn während des gesamten Trips vor Staus gewarnt, schon bevor sie entstanden sind, und Umleitungen empfohlen – so gab es keine nervenden Verzögerungen.

Er könnte jetzt noch 110 Meilen zurücklegen, bevor er an die Ladestation muss. Aber der Geschäftsmann fährt in die Hotelgarage und steckt am Stellplatz einfach einen normalen Stromstecker an, bevor er zum Business-Dinner aufbricht. Die Elektroladung von ein paar Dollar erscheint am nächsten Morgen auf der Zimmerrechnung. Sein Fahrzeug ist mit dem Hotelreservierungssystem verbunden.

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Wir schreiben das Jahr 2020 und Tankstellen sind in den USA ausgesprochen selten geworden. Nur noch die Älteren erinnern sich kopfschüttelnd an die Zeiten, als Anfang des 21. Jahrhunderts 70 Prozent des Ölverbrauchs der Vereinigten Staaten durch Verbrennungsmotoren gejagt wurden und die flirrende Luft über dem Santa Monica Freeway in Los Angeles, eine der meistbefahrenen Straßen der Welt, ein unerträgliches Gemisch aus Smog und Hitze war. Damals kam ein Chevrolet Volt gerade mal 40 Meilen weit mit einer Akkuladung, bevor der Verbrennungsmotor ansprang, und ein mit Batterien vollgestopftes Tesla-Elektroauto Modell S kam mit Mühe und Not auf 300 Meilen Reichweite. „Ein smarter Planet wird kostbares Öl nicht mehr verschwenden, um damit Autos anzutreiben“, sagt Winfried Wilcke, Chef der Abteilung Nanoscale Science und Technology Chairman am Almaden Forschungsinstitut von IBM.

Das ehrgeizigste Projekt des deutschen Professors, der schon in den 80er-Jahren in die USA ausgewandert ist, ist die „Battery 500“. Sie soll für garantiert 500 Meilen Fahrt (rund 800 Kilometer) reichen, bevor sie wieder aufgeladen werden muss. „Erst das“, sagt er, „wird den Durchbruch für Elektroautos bringen.“ Die gesellschaftliche Bedeutung ist nicht zu unterschätzen, so Wilcke. Die Volkswirtschaft, die als erste ihr Energieproblem löst, wird einen gewaltigen Wettbewerbsvorteil erzielen: „Stellen Sie sich einmal vor, die USA würden kein Öl mehr importieren“, sagt er und malt den Traum aller Politiker in Washington an die Wand.

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Kommentare (7)

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lowabras

27.11.2011, 14:53 Uhr

Schöne, neue Welt!
Doch glaubt im Ernst jemand, dass was möglich ist, auch realisiert wird? Für den der dies glaubt, ist die Kirche ein besserer Ort, denn er hat noch nie in ein Geschichtsbuch geschaut.
Noch nie, wurde realisiert, was möglich ist, sondern was Profit bringt und eine solche Batterie ist kopierbar, weil sie mit Sicherheit patentiert wird.
Nur wer schert sich in Zukunft um Patente, wenn es darum geht auf ein fertiggestelltes Gleis auch einen Zug aufzugleisen?
Wie es geht Gesetze zu brechen ohne Konsequenzen, das bekommt die Menschheit gerade täglich beigebracht. Bald, so ist zu hoffen, hat die Mehrheit das auch gelernt!

Account gelöscht!

27.11.2011, 15:01 Uhr

"glaubt im Ernst jemand, dass was möglich ist, auch realisiert wird?"
Natürlich. Genau darüber beschweren sich doch die ganzen Gentechnik-, Embryo- und Atomgegner immer.

Account gelöscht!

27.11.2011, 15:15 Uhr

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Ganz genau, ein Patent nennt sich deshalb Patent, damit man genau deffinieren kann, wem es erst mal gehört.

Auch das Erdöl ist patentrechtlich geschützt.
Denn nur wer das Patent hat grüne Scheine zu drucken oder ungünstiger, dafür "Leistung" zu erbringen, hat das Recht auf dieser Welt Erdöl zu verbrennen.
Natürlich wiederrum mit patentrechtlich geschützten Brennöfen.
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