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19.01.2011

12:27 Uhr

Erotik-Verbot fällt

Playboy-Chef kündigt iPad-App an

VonStephan Dörner

Playboy-Chef Hugh Hefner überrascht mit einer Twitter-Nachricht: Das weltgrößte Männermagazin Playboy soll auf das iPad kommen. Damit würde das strikte Erotik-Verbot fallen, dass Apple im Sinne des Jugendschutzes bislang für Apps verhängt hatte.

Apple macht den Weg frei: Der Playboy soll künftig unzensiert auf dem iPad erscheinen. ap

Apple macht den Weg frei: Der Playboy soll künftig unzensiert auf dem iPad erscheinen.

DÜSSELDORF. Es war eine „big news“, die Hugh Hefner zu verkünden hatte: „Playboy – alte wie neue Ausgaben – werden am März auf dem iPad verfügbar sein“, ließ der Chef des Herrenmagazins am Mittwoch über den Kurznachrichtendienst Twitter verlauten. Schnell kam die Nachfrage von Twitter-Nutzern: Zensiert – wie die Playboy-App auf dem iPhone – oder im Original? „Unzensiert“ antwortete Hefner prompt. Offenbar fällt also Apples striktes Erotik-Verbot für Apps. Apple wollte das auf Anfrage des Handelsblatts allerdings nicht kommentieren.

Bislang wurde die App des Playboys - bisher ist nur eine iPhone-App verfügbar - dem Ruf des Magazins nicht gerecht: Nackte Tatsachen sahen die Nutzer nicht, das Magazin musste sich den strengen Jugendschutzvorschriften von Apple beugen. Das soll bei der iPad-App anders werden: „Die iPad-Version des Playboys wird das gesamte Magazin beinhalten – von der ersten bis zur letzten Seite“, antwortete Hefner einem anderen Nutzer. Weitere Details über die kommende iPad-App des Playboys gibt es bislang noch nicht.

Das Apple-Blog Macrumors spekuliert, die neueste Entwicklung könne mit Apples jüngsten Plänen zusammenhängen, in Kürze Abonnements für Zeitungsinhalte auf dem iPad einzuführen.

Update vom 20. Januar: Inzwischen hat Playboy klargestellt, dass es sich bei dem Angebot nicht um eine App handeln wird, sondern um eine für das iPad optimierte Website. Damit wird sich an den Jugenschutzvorschriften Apples also nichts ändern.

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