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17.06.2015

10:27 Uhr

Fairphone 2

Fair Trade für Smartphones

VonIngo Pakalski
Quelle:Golem.de

Besitzer eines Fairphone 2 sollen ihr Gerät nicht gleich entsorgen müssen, wenn es defekt ist. Deshalb besteht auch das neue Fair-Trade-Smartphone aus einzelnen Modulen, die sich leicht austauschen lassen.

Das Fairphone wird weitgehend zu fairen Bedingungen hergestellt, soll also vor allem so weit wie möglich auf sogenannte Blutmetalle verzichten.

Fairphone 2

Das Fairphone wird weitgehend zu fairen Bedingungen hergestellt, soll also vor allem so weit wie möglich auf sogenannte Blutmetalle verzichten.

BerlinMit dem Fairphone 2 gehen die Macher noch einen Schritt weiter als beim ersten Modell. Es soll besonders leicht zu reparieren sein; ohne viel technisches Wissen sollen sich defekte Komponenten austauschen lassen. Dazu wurde eine Art Modulbauweise entwickelt. Jedes Modul ist für eine bestimmte Funktion zuständig. Mit einem Schraubendreher sollen sich die einzelnen Komponenten einfach austauschen lassen.

Alle Module sind mit unterschiedlichen farblich markierten Schrauben fixiert, damit der Gerätebesitzer eine defekte Komponente ersetzen kann. Der Hersteller verspricht, dass sich der Touchscreen in weniger als einer Minute erneuern lässt. Dazu müssen der Akkudeckel und der Akku entnommen werden. Dann müssen nur noch zwei Halterungen gelöst werden, damit das Display entnommen werden kann.

Neben dem Display lässt sich die Basiseinheit mit Prozessor, Speicher und SIM-Karte auswechseln. Ein weiteres Modul enthält die Hauptkamera mit einem LED-Licht, ein anderes die Netzwerktechnik, die Kopfhörerbuchse die Front-Kamera, die Status-LED sowie Sensoren. Das Haupt-Mikrofon ist zusammen mit den Lautsprechern, dem Vibrationsmechanismus und dem USB-Anschluss auf einem Bauteil untergebracht.

Das Ziel der Macher ist, dass Besitzer eines Fairphone 2 das Gerät möglichst lange behalten und nicht gleich entsorgen, wenn es defekt ist. Die jetzt bekanntgewordene technische Ausstattung lässt das durchaus möglich erscheinen, das Smartphone ist passabel ausgestattet. Das Gerät hat einen 5 Zoll großen Touchscreen mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln und wird mittels Gorilla Glass 3 vor Kratzern und Beschädigungen geschützt.

Als Prozessor kommt der Quad-Core-Prozessor Snapdragon 801 von Qualcomm zum Einsatz. Die Macher haben sich bewusst gegen Mediatek und für Qualcomm entschieden. Mediatek gibt nur so viel Code frei, wie das Unternehmen unbedingt muss. Somit konnte nie ein Update des Betriebssystems erscheinen, so dass das erste Modell noch mit Android 4.2.2 läuft. Im neuen Modell stecken 2 GByte Arbeitsspeicher und 32 GByte Flash-Speicher und es gibt einen Steckplatz für Speicherkarten.

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