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02.12.2015

10:42 Uhr

Fitness-Gadget Moov Now im Test

Miezenspielzeug und Gummi-Fußfessel

VonCarina Kontio

Apple, Fitbit und Jawbone können einpacken: Der Fitness-Tracker Moov Now gibt in mehreren Sportarten den Antreiber – selbst beim Schattenboxen. Wenn die Katzen den Sensor nicht gerade durch die Wohnung schießen.

Der Fitnesstracker ist leicht, flexibel und wasserdicht. Moov Now

Moov Now

Der Fitnesstracker ist leicht, flexibel und wasserdicht.

KölnEs gibt sie wie Sand am Meer: Fitness-Tracker von Fitbit, Jawbone und Co sollen die Menschen zu einem gesünderen Lebensstil motivieren. Einen neuen Ansatz verfolgt das Start-up Moov mit seinem Gerät Moov Now, dessen zweite Generation seit Ende Oktober erhältlich ist: Es misst nicht nur Schritte, sondern erfasst die Bewegungen einzelner Sportarten dreidimensional – weil es wasserdicht ist, auch beim Schwimmen. Die umfangreichen Trainingsmöglichkeiten in Kombination mit einem niedrigen Preis und einer langen Akkulaufzeit sind zusammen eine echte Alternative.

Ob Cardio Boxing, Joggen, Radfahren, Body-Workout oder Schwimmen: Das alles kann Moov erfassen. Das Gerät besteht aus einem weichen, schwarzen Silikon-Armbändchen, das man sich um Hand- und Fußgelenke schnüren kann. Darin wird dann das kleine Kerngehäuse mit den Sensoren befestigt, das meine Bewegungen und Geschwindigkeiten erkennt. Moov nennt es Core. Der Verschluss ist ein bisschen frickelig, aber man hat recht schnell raus, wie man ihn am besten schließt. Wer wie ich auch boxen will, benötigt einen zweiten Sensor.

In den Sensoren steckt nach Angaben des Herstellers Raketentechnik, deren Hintergründe ich Ihnen hier vorenthalte. Sie können das bei Bedarf ja googeln, die Stichworte sind: 3D Omni Motion Sensor, Gyroskope und Magnetometer. Zusammen sollen die Technologien jedenfalls in der Lage sein, die Bewegungen unterschiedlicher Sportarten dreidimensional zu erfassen. Das Armband wird zusammen mit der App zu einem Fitness-Coach, der in Echtzeit antreibt, motiviert, korrigiert und im Test richtig Spaß gemacht hat. Bei der Vorgängerversion musste man übrigens noch für jede Sportart eine eigene App runterladen, was sich inzwischen Gott sei Dank erübrigt hat.

Moov Now in aller Kürze

Was ist in der Verpackung?

Weiss, grün, rot, schwarz: Das Wearable Moov Now steht in vier Farben zu Auswahl und besteht (wir haben das Produkt im Doppelpack getestet) aus zwei schlanken Silikonbändchen mit kleinen Löchern (wenn man schwitzt ist das sehr nützlich und angenehmer auf der Haut) und einem circa 2 Euro-Stück-großem Core, der die Technik beherbergt, die Bewegungen und Geschwindigkeiten erkennt.

Was kostet es?

Das Moov Band ist bislang nur direkt über den US-Hersteller und über Amazon für rund 76-80 Euro (Preis für die Single-Variante) erhältlich. Nachteil sind die Versandkosten in Höhe von 25 Euro.

Was sagt die Werbung?

Punkten will Moov Now mit einer langen Akkulaufzeit von 6 Monaten, was durch eine Knopfzellenbatterie im Core sichergestellt werden soll. Zusammen mit der App wird das smarte Wearable zum ganz persönlichen Live-Fitness-Coach.

Was ist gelungen?

Eine App für alle Sportarten. Und im Gegensatz zu anderen Fitness-Trackern benutzt Moov Now statt eines Beschleunigungsmessers zur Bewegungsaufzeichung einen 3D-Sensor. So können komplette Bewegungsbilder erstellt werden und die Analyse des Trainings wird viel genauer.

Was ist nicht so gelungen?

Der Verschluss am Silikonarmband ist ein bisschen frickelig, aber man hat schnell raus, wie man ihn schließt. Knifflig ist auch der Batteriewechsel am Core - man braucht entweder gute Fingernägel, um das Gehäuse zu öffnen oder das passende Werkzeug (sollte mit einem scharfen Messer kein Problem sein).

Ist das Produkt empfehlenswert?

Absolut. Man kann hier für wenig Geld ein sehr umfassendes Trainingsgerät haben, das genaue Werte liefert und durchaus mit teuren High-End-Geräten mithalten kann.

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