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27.03.2012

13:01 Uhr

125 Jahre PTB

Wo die Welt vermessen wird

Die Welt wird immer genauer vermessen – und Wissenschaftler der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig helfen dabei. Seit 125 Jahren ringen sie um möglichst exakte Maße.

Ein Wissenschaftler der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig hält eine Kopie des Pariser "Ur-Meters" in den Händen. dpa

Ein Wissenschaftler der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig hält eine Kopie des Pariser "Ur-Meters" in den Händen.

BraunschweigEin Pfund oder eine Minute sind den Wissenschaftlern der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig weitgehend egal. Die alltäglichen Maßeinheiten sind den Metrologen, wie der Beruf offiziell heißt, viel zu ungenau.

„Internationaler Handel und internationale Zusammenarbeit können nur funktionieren, wenn alle dieselben Maßeinheiten benutzen“, sagt PTB-Sprecher Jens Simon. Das dachte vor 125 Jahren auch der später geadelte Werner Siemens und initiierte die Großforschungsanstalt.

Am 28. März 1887 beschloss der Reichstag den ersten Etat für die Physikalisch-Technische Reichsanstalt, die später zur PTB wurde. Um Deutschland und damit auch sein Unternehmen voran zu bringen, hatte der Industrielle Siemens zuvor dem Staat ein Grundstück in Berlin überlassen.

Seitdem sind die PTB-Wissenschaftler dabei, wenn es um Längen, Massen, die Zeit, Temperaturen, Licht- und Stromstärke oder die Menge eines Stoffes geht. „Das sind die sieben Basiseinheiten, mit denen sich prinzipiell alles messen lässt“, erläutert Simon.

Früher genügten den Menschen Einheiten wie Elle und Fuß, die oft von der zufälligen Größe des jeweiligen Herrschers abgeleitet waren. 1799 wurde dann in Paris erstmals mit einem Stab aus Platin festgelegt, wie lang ein Meter sein sollte.

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