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27.01.2004

08:50 Uhr

170 Milliarden Dollar vom Kongress

Bushs Raumfahrtpläne beflügeln Nasa

Die erste US-Raumfähre steht bereits im Museum: In der neu eröffneten riesigen Zweigstelle des Raumfahrtmuseums von Washington, dem „Udvar-Hazy Center“, können Besucher seit kurzem das Shuttle „Enterprise“ bestaunen.

HB WASHINGTON. Wenn es nach den Plänen von US-Präsident George W. Bush geht, sollen die nach dem Absturz der „Columbia“ vor einem Jahr verbliebenen drei Fähren bald folgen. Doch die Raumfahrtbehörde Nasa steht der für 2010 angepeilten Pensionierung ihrer ehemaligen Paradestücke plötzlich erstaunlich gelassen gegenüber. Grund dafür ist die neue Initiative von Präsident Bush, der zu Beginn seiner Amtszeit eher Einsparungen im Raumfahrtbereich favorisierte und nun ein ehrgeiziges Programm verkündete, das die Amerikaner in den kommenden Jahrzehnten zum Mond und von dort sogar zum Mars bringen soll.

Sollte der Kongress das bisher auf mindestens 170 Milliarden Dollar (134 Milliarden Euro) geschätzte Programm bewilligen, wäre die Zukunft der Nasa gesichert. Dann hätte die Behörde auf Jahrzehnte mit der Entwicklung neuer Raumschiffe, Mondstationen oder der Marserkundung zu tun und könnte den Verlust ihrer drei Shuttles „Endeavour“, „Atlantis“ und „Discovery“ gut verschmerzen.

In den nächsten Jahren wird die Nasa zweigleisig fahren. Zunächst geht es darum, die über ein Vierteljahrhundert alten Fähren wieder zum Fliegen zu bringen. Nach der „Columbia“-Katastrophe, bei der am 1. Februar 2003 alle sieben Astronauten an Bord über Texas verglühten, hatte die Nasa alle anderen Fähren nicht mehr starten lassen.

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