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11.12.2012

11:59 Uhr

40 Jahre Apollo 17

Der letzte Mann im Mond

Vor 40 Jahren landeten Gene Cernan und Jack Schmitt als letzte Menschen auf dem Mond. Werden sie jemals Nachfolger finden? Die großen Raumfahrtnationen fürchten die Kosten, nur China fährt ein ehrgeiziges Mondprogramm.

Nasa-Astronaut Eugene Cernan zwischen US-Fahne und Mondmobil. Als Cernan den Mond als bislang letzter Mensch verließ, versprach er die Rückkehr der Menschheit. Bislang hat sich sein Versprechen nicht erfüllt. Reuters

Nasa-Astronaut Eugene Cernan zwischen US-Fahne und Mondmobil. Als Cernan den Mond als bislang letzter Mensch verließ, versprach er die Rückkehr der Menschheit. Bislang hat sich sein Versprechen nicht erfüllt.

DüsseldorfAls US-Astronaut Eugene „Gene“ Cernan als bislang letzter Mensch den Mond verließ, versprach er auch im Namen seiner Mannschaftskameraden Ron Evans und Harrison „Jack“ Schmitt, wieder zu kommen. Doch auch 40 Jahre danach ist das Versprechen Cernans nicht erfüllt.

„Apollo 17“ war am 7. Dezember als letztes von sechs Apollo-Raumschiffen zum Mond gestartet. Als Ort für die Landung am 11. Dezember hatte man mit Bedacht die Berg- und Kraterwelt von Taurus-Littrow am Ostrand des Mare Serenitatis ausgewählt. Die Wissenschaft versprach sich hier wichtige Erkenntnisse über die Zeitskala der geologischen Ereignisse.

Mit Schmitt betrat zudem erstmals ein Geologe den Mond, um ihn fachmännisch zu untersuchen. „Das ist ja absolut unglaublich - absolut unglaublich!“, rief er aus, als er mit Cernan die von hohen Bergen umgebene Ebene sah.

Beide Männer arbeiteten ein umfangreiches Programm ab, wozu auch das Bohren einer zweieinhalb Meter langen Probe aus dem Mondgestein Regolith gehörte, und kurvten mit ihrem Rover 34 Kilometer durchs Gelände.

Mit 110,4 Kilogramm Mondgestein im Gepäck kehrte das Trio am 19. Dezember zur Erde zurück. Insgesamt hatten Menschen damit, alle Apollo-Missionen zusammengenommen, knapp zwölfeinhalb Tage auf dem Mond verbracht. Insgesamt 381,4 Kilogramm Gestein lieferten die zwölf Apollo-Astronauten auf der Erde ab.

Das „Apollo“-Programm löste zwar einen großen Boom aus, es war jedoch nur der Anfang der Mondforschung, bei der es auch um fundamentale Einblicke in die Frühgeschichte unseres Sonnensystems geht. In den Folgejahren wurde die Arbeit mit Raumsonden fortgesetzt.

Doch obwohl sich alle Raumfahrtnationen für den weitgehend noch unerforschten Erdtrabanten interessieren und die technischen Voraussetzungen heute besser denn je sind, gibt es noch keinen festen Termin für die bemannte Rückkehr zum Mond. Vage ist von Anfang des nächsten Jahrzehnts die Rede.

Kommentare (2)

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jochen

11.12.2012, 12:48 Uhr

Damals waren die Menschen noch begeisterungsfähig - heute gibt es nur noch Bedenkenträger egal um was es geht!

Account gelöscht!

11.12.2012, 14:23 Uhr

Damals lebten 3,7 Mrd. Menschen auf der Erde, davon viele in absoluter Armut. Heute leben rund 7 Mrd. Menschen auf der Erde und viele Nationen lechzen nach Rohstoffen. Die Parties von früher sind vorüber, heute muss sich eine Investition lohnen.

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