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09.06.2013

12:00 Uhr

A350

Neuer Airbus-Jet vor Jungfernflug

Am kommenden Samstag könnte es so weit sein: Der Airbus-Konkurrenzflieger zu Boeings 787 „Dreamliner“ steht vor dem Jungfernflug. Ein fliegender Auftritt des A350 auf der Luftfahrtschau in Paris dürfte aber nicht folgen.

Ein Airbus A350 vor den Toren der Fabrik in Toulouse. (Archiv) AFP

Ein Airbus A350 vor den Toren der Fabrik in Toulouse. (Archiv)

Der Vergleich mit einem Neugeborenen erscheint ein wenig skurril für den Langstreckenflieger mit Platz für rund 300 Passagiere. Pascal Verneau aber ist das egal: „Ich bin sehr zuversichtlich. Das ist ein Baby aus gutem Hause“, sagt der Airbus-Ingenieur. Zuversichtlich, weil das Riesenbaby – der neue Airbus A350 – bald zum ersten Mal in die Luft steigen soll: Für Ende kommender Woche ist der erste Testflug der Maschine geplant, mit welcher der europäische Flugzeugbauer Airbus dem Dreamliner vom US-Konkurrenten Boeing die Kunden wegschnappen will.

Genau festlegen will sich am Flughafen Toulouse-Blagnac im Süden Frankreichs niemand, wann der Airbus A350 zum ersten Mal abheben wird. „Die letzten Tests auf dem Boden verlaufen sehr gut“, heißt es bei Airbus. „Wenn das Wetter es erlaubt, müsste er Ende kommender Woche fliegen.“ Im Gespräch ist der Samstag.

Der für den Testflug verantwortliche Airbus-Ingenieur Verneau will die Maschine noch vor der großen Flugschau von Bourget bei Paris in der Luft sehen – und die beginnt am 17. Juni. Möglich wäre auch, dass die Maschine nach ihrem ersten Testflug das Gelände der Flugschau überfliegt. Airbus-Chef Fabrice Brégier gibt sich aber zurückhaltend: „Das ist derzeit nicht aktuell“, sagte er der Nachrichtenagentur AFP. „Und es wird auch nicht den Unterschied ausmachen für den A350.“

Der A350 XWB (für Extra Wide Body, also einen sehr breiten Rumpf) ist die Kampfansage von Airbus an Boeing und dessen neuen – allerdings pannengeplagten – Prestige-Flieger Dreamliner. Wie die Maschine des US-Konkurrenten ist auch der A350 hauptsächlich aus mit Kohlefaser verstärktem Kunststoff gefertigt, der leichter ist als Metall. Damit lässt sich Treibstoff sparen, was nicht nur eine Frage des Umweltschutzes, sondern angesichts hoher Kerosinpreise auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit ist. Ende 2014 sollen die ersten A350 ausgeliefert werden, bereits jetzt hat Airbus 616 feste Bestellungen verbucht.

Kommentare (3)

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Felix

09.06.2013, 18:42 Uhr

Kurzer Hinweis: Das unter den Flügen sind keine Turbinen, das sind Triebwerke. Da ist jeweils eine Turbine drin verbaut, aber sonst ist das technisch weit mehr als nur eine Turbine ;)

Rumpelstilzchen

09.06.2013, 19:02 Uhr

Kurzer Hinweis 2: Das links und rechts vom Rumpf sind keine Flügel - sondern Tragflächen. Flügel gibt es in der Vogelwelt, und diese Flügel sind beweglich. Tragflächen hingegen sind starr und werden bei Flugzeugen verwendet.

Mops

09.06.2013, 22:53 Uhr

Kurzer Hinweis 3: Die Beiden vor mir sind Klugscheißer. Und das nennt man auch so.

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