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04.01.2005

19:50 Uhr

Forschung + Medizin

Ärzte hoffen auf Knochenmark-Stammzellen gegen Arthrose

Mit Stammzellen aus dem Knochenmark möchten deutsche und amerikanische Mediziner eine neue Behandlung für den schmerzhaften Gelenkverschleiß Arthrose entwickeln. Bei der Arthrose, die fast drei Viertel der über 70-Jährigen betrifft, reibt sich der Knorpel im Gelenk bis auf den Knochen ab.

dpa DÜSSELDORF. Mit Stammzellen aus dem Knochenmark möchten deutsche und amerikanische Mediziner eine neue Behandlung für den schmerzhaften Gelenkverschleiß Arthrose entwickeln. Bei der Arthrose, die fast drei Viertel der über 70-Jährigen betrifft, reibt sich der Knorpel im Gelenk bis auf den Knochen ab.

Der US-Forscher Chris Evans von der amerikanischen Harvard-Universität stellte am Dienstag in Düsseldorf eine neue Methode vor, Knochenmark-Stammzellen zur Neubildung von Gelenkknorpel anzuregen.

Evans ist es nach eigenen Angaben gelungen, die normalerweise nur Knochen bildenden Knochenmarkszellen zu „überlisten“: Das Mark werde dazu mit speziellen Wachstumsfaktoren vermischt und so zur Ausbildung von Knorpelgewebe an der geschädigten Stelle des Gelenkes angeregt. Eine Reihe von Labor- und Tierexperimenten, bei denen Knochenmark- Protein-Gemisch in das Gelenk gebracht wurde, sei erfolgreich verlaufen, sagte Evans. Das Verfahren soll in Kürze an mehreren deutschen Universitäten in klinischen Studien weiter getestet werden, kündigte der Düsseldorfer Orthopäde Prof. Wilhelm Klein an.

Da nur körpereigene Zellen des Patienten verwandt würden, seien keine Abstoßungsreaktionen zu erwarten, betonen die Wissenschaftler. Im Gegensatz zur herkömmlichen Knorpeltransplantation, die mit zwei größeren Operationen verbunden ist, sei dieses mit einem kleinen Eingriff binnen einer Stunde anzuwendende Verfahren schonender und kostengünstiger.

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