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07.01.2005

15:30 Uhr

Forschung + Medizin

Agrarmeteorologe: Natur noch nicht in Frühlingsstimmung

Trotz anhaltend milder Temperaturen ist die Natur noch nicht in Frühlingsstimmung. „Die Pflanzenwelt reagiert nicht so schnell wie wir Menschen“, sagt Agarmeteorologe Ernst Zunker vom Deutschen Wetterdienst in Geisenheim/Rheingau am Freitag der dpa.

Primeln

Frühling nur im Gewächshaus, draußen ist bei dem Wetter noch kein Primelpott zu gewinnen. Meteorologisch ist noch sieben Wochen Winter, kalendarisch sogar zehn.

dpa GEISENHEIM. Trotz anhaltend milder Temperaturen ist die Natur noch nicht in Frühlingsstimmung. „Die Pflanzenwelt reagiert nicht so schnell wie wir Menschen“, sagt Agarmeteorologe Ernst Zunker vom Deutschen Wetterdienst in Geisenheim/Rheingau am Freitag der dpa.

„Das Wetter gibt dem Wachstum der Pflanzen einen leichten Schub, zu sehen ist aber noch nicht viel“. Der kalte Dezember und die feuchten Böden hätten die Entwicklung zuvor verzögert. Ausnahme seien erste Schneeglöckchen in geschützten Vorgärten. Hier und da fingen auch schon weibliche Haselnussknospen an zu blühen.

„Sorgen machen wir uns erst, wenn es auch in den kommenden Wochen so mild bleibt wie bisher“, sagt Zunker. Immerhin ließen die Prognosen bis Mitte Januar kaum winterliche Temperaturen erwarten. „Die Pflanzen beginnen dann sich zu entwickeln, verlieren ihre Frosthärte und werden empfindlich.“ Wenn es später noch einmal kräftig friere, könnten etwa Sträucher wie die Forsythie Schaden nehmen: „Sie verlieren Blätter, im schlimmsten Fall können die Pflanzen verfaulen“.

Auch beim Wintergetreide könnte es Probleme geben, wenn es dauerhaft nicht wieder etwas kälter werde. Das Wachstum komme dort in Gang, auf den Feldern sei schon ein leichter grüner Schimmer zu sehen. „Den Pflanzen droht aber nicht nur Frost, sie werden auch empfindlicher gegenüber Pilzbefall“, sagt der Agrarmeteorologe. Bisher machten sich die Bauern aber noch keine Sorgen. „Die Entwicklung ist noch ganz normal.“

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