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04.03.2013

11:22 Uhr

Aids-Erreger

Forscher heilen HIV-infiziertes Baby

US-Mediziner melden einen wichtigen Erfolg im Kampf gegen den Aids-Erreger HIV: Ein mit dem gefährlichen Virus geborenes Mädchen konnte durch eine neuartige Therapie praktisch geheilt werden.

Kinderärztin Deborah Persaud gehört zu dem Team, das den Säugling behandelte. AP/dpa

Kinderärztin Deborah Persaud gehört zu dem Team, das den Säugling behandelte.

WashingtonIn den USA ist es Medizinern offenbar erstmals gelungen, ein von Geburt an mit dem Aids-Erreger HIV infiziertes Baby zu heilen. Wie Forscher der John-Hopkins-Universität in Baltimore am Sonntag auf einer Konferenz in Atlanta mitteilten, konnte ein im Juli 2010 in den USA geborenes Mädchen erfolgreich behandelt werden. Der Schlüssel zu dem Heilungserfolg lag dabei in einer schnelleren und massiveren Behandlung als sonst bei Säuglingen üblich.

Kurz vor der Geburt war die Mutter des Kindes HIV positiv getestet worden. Obwohl bei dem Säugling selbst noch keine Aids-Viren nachgewiesen werden konnten, gaben ihm die Ärzte des Krankenhauses der University of Mississippi innerhalb der ersten 30 Stunden nach der Geburt Infusionen mit drei verschiedenen HIV-Medikamenten. „Ich dachte einfach, das Baby hat eine erhöhtes Risiko und verdiente unsere besten Anstrengungen“, so Hannah Gay, eine der behandelnden Kinderärztinnen.

Die frühe Medikamentengabe sorgte offenbar dafür, dass die HI-Viren im Blut des Babys ausgeschaltet wurden, bevor sie sich in sogenannten Schläferzellen einnisten konnten. In diesen Zellen werden die Viren quasi unsichtbar für das Immunsystem und können eine Infektion trotz Behandlung wieder aufleben lassen. Gerade das macht den Aids-Erreger so gefährlich.

Die sehr frühe Behandlung habe dafür gesorgt, dass sich bei dem Kleinkind keine verborgenen Viren-Reservoire bilden konnten, so die Mediziner. Bei dem Kind seien jetzt nur noch Spuren von HI-Viren nachweisbar. Die Viren-Menge ist im Moment derart gering, dass das Immunsystem des Kindes sie ohne weitere Behandlung kontrollieren kann. Eine Garantie, dass die Immunschwächekrankheit doch noch ausbricht, gebe es allerdings nicht.

Die Forscher wollen nun prüfen, ob es sich um einen Einzelfall oder eine mögliche neue Behandlungsmethode handelt, die auch anderen Kindern von HIV-infizierten Müttern helfen könne. 2011 wurden weltweit 300.000 Babys mit HIV geboren, überwiegend in armen Ländern. Eine HIV-Therapie für Schwangere, mit der sich die Weitergabe des Virus an das Kind verhindern ließe, ist vielen Frauen dort nicht zugänglich.

Bei dem bisher einzigen Fall einer Aids-Heilung handelt es sich um einen Mann aus San Francisco, der eine Knochenmarkstransplantation erhielt. Timothy Raw hat in den fünf Jahren seit der Transplantation keine HIV-Behandlung mehr benötigt. Das Knochenmark stammte von einem Spender mit einer seltenen natürlichen Resistenz gegen das HI-Virus.

US-Forscher heilen HIV-Baby

Video: US-Forscher heilen HIV-Baby

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Kommentare (14)

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Gib-dem-HB-Hirn

04.03.2013, 11:47 Uhr

"Forscher heilen HIV-infiziertes Baby"

Laut Artikel haben die Forscher das Baby erfolgreich gegen AIDS-Viren behandelt, obwohl

1. es keine AIDS-Viren gibt
2. beim Baby vorher gar keine HIV-Vieren (um die es wohl hier geht!) festgestellt worden sind.

Wie kann man einen derartig unsinnigen Artikel - noch dazu mit einer derartigen Überschrift - in einer seriösen Zeitschrift veröffentlichen? Antwort: Kann man nicht. (...)

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Selbstdenker

04.03.2013, 11:56 Uhr

Dem ist nichts hinzuzufügen...

Account gelöscht!

04.03.2013, 12:15 Uhr

Wie kann man nur so menschenverachtend sein?! Das HI-Virus ist nachgewiesen, es existiert, es hat tausende Leben gekostet. Und wenn sie einfach mal die Google-Bildersuche nutzen finden sie auch ein Bild des Virus. Verschonen Sie bitte den Rest der Welt mit diesem Schwachsinn. Es fällt mir außerordentlich schwer, nicht persönlich zu werden. Gehen Sie einfach mal in ein Hospiz mit AIDS-Kranken. Aber wahrscheinlich sind sie dafür zu feige.

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