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03.02.2005

15:35 Uhr

Forschung + Medizin

Akupunkturärzte: Qualitätssiegel soll Transparenz schaffen

In Deutschland soll es künftig ein Qualitätsiegel für Akupunktur-Praxen geben. Die Forschungsgruppe Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin (Fatcm) habe ein Siegel entwickelt, das nur Ärzte mit einer Vollausbildung und regelmäßigen Fort- und Weiterbildungen erhalten sollen.

dpa MüNCHEN/DüSSELDORF. In Deutschland soll es künftig ein Qualitätsiegel für Akupunktur-Praxen geben. Die Forschungsgruppe Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin (Fatcm) habe ein Siegel entwickelt, das nur Ärzte mit einer Vollausbildung und regelmäßigen Fort- und Weiterbildungen erhalten sollen.

Das berichtete der Leiter der Forschungsgruppe, der Düsseldorfer Orthopäde Albrecht Molsberger, am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht der „Ärzte Zeitung“.

Er rechne damit, dass das Siegel in zwei bis drei Wochen erstmals vergeben werden könne. Eine Liste der betreffenden Ärzte solle ins Internet gestellt werden. Es sei das erste Siegel einer wissenschaftlichen Fachgesellschaft für Akupunktur in Deutschland.

Mit dem Siegel wolle die Fatcm Transparenz schaffen. „Es ist ein erster Schritt zur Qualitätssicherung“, unterstrich Molsberger. Allerdings werde das Siegel nur an Fatcm-Mitglieder vergeben. Die Fatcm sei aber im Gespräch mit anderen Fachgesellschaften über einen möglichen gemeinsamen Qualitätsnachweis. „Vielleicht ist ja auch in Zukunft ein gemeinsames Siegel möglich.“ Es sei wichtig, dass die Patienten Qualität erkennen und die Qualifizierung der Ärzte überprüfen könnten. Nach Molsbergers Schätzungen gibt es 12 000 bis 30 000 Akupunkturärzte in Deutschland. Jedoch hätten nur 2000 bis 3 000 von ihnen eine Vollausbildung.

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