Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.11.2015

10:53 Uhr

Am MIT entwickelt

Ein Antikollisionssystem für Drohnen

Quelle:Golem.de

Ein Forscher des MIT hat ein einfach zu implementierendes Antikollisionssystem für Drohnen entwickelt. Das System erkennt im Flug sogar Äste von Bäumen und weicht allen Hindernissen zuverlässig aus.

Forscher suchen nach Möglichkeiten, den zunehmenden Drohnenflugverkehr zu steuern. dpa

Drohne am Nachthimmel

Forscher suchen nach Möglichkeiten, den zunehmenden Drohnenflugverkehr zu steuern.

BerlinAndrew Barry vom Computer Science and Artificial Intelligence Lab (CSAIL) des MIT hat ein System für Drohnen entwickelt, das ihnen erlaubt, ihre Umgebung wahrzunehmen und Hindernissen auszuweichen. Das klappt sogar bei Bäumen, die in der Flugbahn stehen, wenn die kleine Drohne mit 50 km/h fliegt.

Einen klassischen Lidar-Scanner in eine Drohne einzubauen, um damit zentimetergenau die Umgebung mit einem Laser abzutasten, ist bei kleineren Fluggeräten nicht möglich. Die Lidar-Systeme sind dazu einfach zu schwer. Deshalb hat Andrew Barry zwei winzige Kameras auf den Flügeln der etwa 90 cm großen Drohne platziert, die ein Stereobild aufnehmen.

Die Kameras arbeiten mit 120 Bildern pro Sekunde und ermitteln ein 3D-Bild der Umgebung aus den Tiefeninformationen der Aufnahmen. Das geschieht pro Bild in 8,3 Millisekunden. Damit der Rechner, der in der Drohne integriert ist, die Bilderflut auswerten kann, wird nur ermittelt, was 10 Meter von der Drohne entfernt passiert. Alles, was sich davor oder dahinter befindet, spielt für den Moment keine Rolle.

Die Drohne ist agil genug, erkannten Hindernissen dann noch auszuweichen. Im Flug wird der 10-Meter-Horizont immer weiter verschoben. Allerdings kann die Drohne bisher nicht auf eine beispielsweise durch Seitenwind hervorgerufene Driftbewegung reagieren.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×