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29.03.2012

11:16 Uhr

Apollo 11

Amazon-Chef will Motoren der Mondmission bergen

Der Amazon-Gründer und Raumfahrtfan Jeff Bezos will die Triebwerke der ersten Mondrakete bergen lassen. Seit mehr als vier Jahrzehnten ruhen sie in 4000 Meter Tiefe auf dem Grund des Atlantiks.

Start der Saturn-V-Rakete, die Apollo 11 Richtung Mond beförderte. Nach mehr als 40 Jahren auf dem Grund des Atlantiks sollen die Triebwerke der Rakete jetzt geborgen werden. Reuters

Start der Saturn-V-Rakete, die Apollo 11 Richtung Mond beförderte. Nach mehr als 40 Jahren auf dem Grund des Atlantiks sollen die Triebwerke der Rakete jetzt geborgen werden.

San FranciscoDer Gründer des Online-Kaufhauses Amazon, Jeff Bezos, will die Raketenmotoren der historischen Mondmission Apollo elf aus dem Meer bergen. Die Triebwerke, die den legendären US-Astronauten Neil Armstrong und seine Kollegen 1969 zum Mond brachten, seien mit Hilfe von Sonargeräten auf dem Grund des Atlantischen Ozeans aufgespürt worden, schrieb Bezos am Mittwoch in seinem Blog BezosExpeditions.com.

Die Motoren lägen in einer Tiefe von 4267 Metern. „Wir prüfen, wie wir einen oder mehrere davon heraufholen können“, schrieb der Milliardär.

Unklar ist, in welchem Zustand sich die Triebwerke befinden. „Sie sind mit hoher Geschwindigkeit auf dem Grund des Ozeans aufgeschlagen und sind seit mehr als 40 Jahren im Salzwasser“, schrieb Bezos. „Andererseits sind sie aus widerständigem Material gebaut, also, wir werden sehen.“

Er sei fünf Jahre alt gewesen, als Armstrong während der Apollo-Mission als erster Mensch den Mond betrat und damit Geschichte schrieb, so Bezos weiter. „Ich sah Apollo elf im Fernsehen, und das hat stark zu meiner Leidenschaft für Wissenschaft, Ingenieurwesen und Entdeckungen beigetragen.“ Der Amazon-Gründer will sein Vorhaben nach eigenen Angaben aus privaten Geldern finanzieren.

Die Motoren blieben Eigentum der Nasa, versicherte er. Er gehe davon aus, dass die US-Raumfahrtbehörde die Triebwerke dem Museum für Luft- und Raumfahrt Smithsonian in Washington zur Verfügung stellen werde, damit die Öffentlichkeit sie sehen könne.

Sollte er zwei bergen, werde er die Nasa bitten, eines dem Luftfahrtmuseum in Seattle zu geben, fügte Bezos hinzu. In der Stadt im Nordwesten der USA hat Amazon seinen Sitz.

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