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05.05.2017

02:07 Uhr

Ariane-5

Demonstranten verzögern Raketenstart

Mit Protesten und Straßenblockaden haben die Menschen in Französisch-Guyana Verbesserungen im Land gefordert. Das behinderte den europäischen Weltraumbahnhof Kourou. Nun kam die Einigung – und eine Ariane-5 flog ins All.

Eine Ariane-5 startet am 4. Mai 2017 vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana. Ursprünglich sollte sie schon am 20. März ins All fliegen, doch ein Generalstreik hatte das Land lahmgelegt. AFP

Europäische Rakete Ariane-5

Eine Ariane-5 startet am 4. Mai 2017 vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana. Ursprünglich sollte sie schon am 20. März ins All fliegen, doch ein Generalstreik hatte das Land lahmgelegt.

KourouNach wochenlangen Verzögerungen wegen Protesten ist vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana wieder eine Ariane-5-Rakete ins All gestartet.

Der Lastenträger brachte in der Nacht zum Freitag (MESZ) zwei Telekommunikationssatelliten für Anbieter aus Korea und Brasilien in den Orbit, wie der Raketenbetreiber Arianespace mitteilte. Der Satellit SGDC soll Breitband-Internetzugang in Brasilien anbieten und zugleich Kommunikationsmittel für Regierung und Militär des Landes sicherstellen. Koreasat-7 soll Kommunikationsdienste in Korea, Südostasien und Indien bereitstellen.

Ursprünglich hätte die Rakete schon Mitte März abheben sollen, doch Sozialproteste in dem französischen Überseegebiet in Südamerika hatten den Weltraumbahnhof einen Monat lang blockiert. Angesichts des Umstands, dass viele Einwohner Französisch-Guyanas weder fließendes Wasser noch Elektrizität haben, ist der Weltraumbahnhof Kourou zu einem Symbol wirtschaftlicher Ungleichheit geworden.

In Französisch-Guyana hatten Menschen gegen wirtschaftliche Probleme und Kriminalität sowie für eine bessere Gesundheitsversorgung demonstriert. Dabei wurden auch Straßen blockiert.

Die französische Regierung erzielte schließlich eine Einigung mit der Bewegung und stellte gut drei Milliarden Euro in Aussicht. Nach früheren Angaben von Arianespace-Chef Stéphane Israël kostete der Stillstand den Raketenbetreiber und seine Partner bis zu 500.000 Euro pro Tag.

Von

dpa

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