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09.07.2012

10:38 Uhr

Arsen-Bakterien

Nasa-Bericht über neue Lebensform offenbar falsch

Den Fund einer zuvor völlig unbekannten Lebensform meldeten Nasa-Forscher vor zwei Jahren. Eine Überprüfung der vermeintlichen Sensation hat nun ergeben, dass die  Mikroben wohl doch nicht so einzigartig sind.

Im kalifornischen Mono Lake stießen Nasa-Forscher auf die merkwürdige Lebensform. dapd

Im kalifornischen Mono Lake stießen Nasa-Forscher auf die merkwürdige Lebensform.

WashingtonZwei neue wissenschaftliche Studien haben die Ergebnisse eines umstrittenen Forschungsberichts zurückgewiesen, wonach eine zuvor gänzlich unbekannte Lebenform von dem chemischen Element Arsen lebt. Entgegen dem Forschungsbericht aus dem Jahr 2010 könne das Bakterium GFAJ-1 nicht Phosphor durch Arsen ersetzen, um zu überleben, heißt es in einer aktuellen Erklärung der Fachzeitschrift „Science“.

Der Fund des Bakteriums in den arsenreichen Sedimenten des Salzwassersees Mono Lake in Kalifornien hatte eine erregte Debatte in der Fachwelt entfacht. Die Nasa hatte die Studie seinerzeit gefeiert als „astrobiologische Entdeckung, die Auswirkungen auf die Suche nach Beweisen für außerirdisches Leben haben wird“.

Bisher gehen Biowissenschaftler davon aus, dass organisches Leben von den sechs chemischen Bausteinen Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Phosphor und Schwefel abhängig ist. In ihrer 2010 veröffentlichten Studie hatten die Forscher um Felisa Wolfe-Simon dagegen erklärt, das Bakterium könne statt Phosphor Arsen in seine DNA und seine Zellmembranen einbauen.

Ein von Thomas Erb vom Institut für Mikrobiologie in Zürich geleitetes Team kam bei der Überprüfung der Studie nun zu dem Schluss, dass das Bakterium GFAJ-1 in Wirklichkeit auf geringe Mengen Phosphor angewiesen sei, um sich zu entwickeln. Überleben könne es dann in einer Umgebung, die viel Arsen, aber auch ein wenig Phosphor enthalte. Die zweite Studie, die unter der Leitung von Marshall Reaves von der US-Universität Princeton erstellt wurde, bestätigt diese These.

Statt um eine neue, von Arsen lebende Lebensform handele es sich bei dem Bakterium um einen Organismus, der sich einer extremen Umwelt mit hohem Arsengehalt angepasst habe, so das „Science“-Fazit.

Von

afp

Kommentare (1)

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Ben

09.07.2012, 11:03 Uhr

Was für ein Schwachsinn und Volksverdummung !!
"Außerirdisches Leben" ist schon lange auf und auch in der Erde present !
Und "da draussen" in unmittelbarer Nähe sogar, wimmelt es nur so von unterschiedlichen Raumschiffen und Lebewesen.
Wer das nicht weiß ......

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