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02.12.2014

15:28 Uhr

Asteroiden-Mission Hayabusa2

Europas nächster Lander steht bereit

Nach dem Kometenlander Philae will Europa erneut ein Raumfahrzeug auf einem anderen Himmelskörpern aufsetzen lassen. Taxidienste leistet Japans Asteroiden-Sonde Hayabusa2, die am Mittwoch starten soll.

Sechs Jahre lang wird die Raumsonde Hayabusa2 - hier im Labor - unterwegs sein. dpa

Sechs Jahre lang wird die Raumsonde Hayabusa2 - hier im Labor - unterwegs sein.

TokioAm Mittwoch soll die japanische Sonde Hayabusa2 ihre mehrjährige Reise zu dem Asteroiden 1999 JU3 antreten. Der ursprünglich für Sonntag geplante Start musste wegen schlechter Wetterbedingungen verschoben werden, nun wird, wenn alles nach Plan verläuft, Hayabusa2 am Mittwochmorgen um 05.22 Uhr MEZ vom Raumfahrtzentrum Tanegashima im Süden Japans abheben.

Mit an Bord ist das deutsch-französische Landegerät Mascot, ein wichtiger Bestandteil der insgesamt sechsjährigen Mission. Gemeinsam mit mehreren kleineren Robotern soll der Lander von der etwa kühlschrankgroßen Sonde abgesetzt werden, wenn die Umlaufbahn um den Asteroiden erreicht ist.

Mascot soll nach der Landung Messungen an verschiedenen Stellen des Asteroiden vornehmen, der einen Durchmesser von etwa einem Kilometer hat. Die Entwicklung der Mascot-Mission liegt federführend in den Händen des Deutschen Zentrumd für Luft- und Raumfahrt (DLR). Nach der am 12. November geglückten Landung des Forschungsroboters Philae auf dem Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko ist Hayabusa2 eine weitere Mission, bei der Europas Raumfahrt ihre Fähigkeit unter Beweis stellen möchte, Raumfahrzeuge sicher auf anderen Himmelskörpern landen zu lassen.

Der ersten japanischen Hayabusa-Mission gelang es 2010, Staubproben vom Asteroiden Itokawa zur Erde mitzubringen. Die Kosten der Mission Hayabusa2 werden auf umgerechnet rund 210 Millionen Euro veranschlagt.

Die Wissenschaftler vermuten, dass sich der Asteroid seit der Entstehung des Sonnensystems vor etwa 4,5 Milliarden Jahren so gut wie nicht verändert hat. Teil der Mission ist es, über der Oberfläche des Asteroiden eine Explosion zu erzeugen und eine Kugel in die Oberfläche zu schießen, um Proben auch aus dem Inneren des Himmelskörpers nehmen zu können. Wenn alles gut geht, soll das Material 2020 auf der Erde landen.

Von

afp

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