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18.01.2012

15:58 Uhr

Astronauten-Chef Reiter

Viele wollen auf den Mond

Die Beobachtung von Klimaveränderungen ist ein Schwerpunkt der Europäischen Raumfahrtbehörde (Esa). Von Interesse ist vor allem ein langfristiges Projekt: Der Mensch auf dem Mond. Zu ersten Mondlangung 1969 gäbe es entscheidende Unterschiede.

Der ehemalige Astronaut Thomas Reiter ist Esa-Direktor für Bemannte Raumfahrt und Missionsbetrieb sowie Leiter des Esa-Kontrollzentrums Esoc. dpa

Der ehemalige Astronaut Thomas Reiter ist Esa-Direktor für Bemannte Raumfahrt und Missionsbetrieb sowie Leiter des Esa-Kontrollzentrums Esoc.

DarmstadtViele Nationen haben eine Landung von Menschen auf dem Mond wieder fest im Blick. Auch die Raumfahrtbehörden aus den USA, aus Russland, China und Indien seien daran interessiert, sagte der Direktor der Europäischen Raumfahrtagentur (Esa), Thomas Reiter, am Mittwoch in Darmstadt, dem Sitz des Esa-Kontrollzentrums Esoc. „Der Mond bleibt im Fokus.“ Ihn begeistere immer noch die erste Landung 1969, als der US-Astronaut Neil Armstrong den Fuß auf den Erdtrabanten setzte.

Ein Termin für eine neue Landung könne zwar noch nicht genannt werden. „Aber wenn wir Menschen zum Mond schicken, werden sie länger bleiben, vielleicht mehrere Tage.“ Der Mond biete eine Menge an Informationen. „Wissenschaftler betrachten ihn als ein Geschichtsbuch der Erde.“ Zur Vorbereitung einer möglichen Zusammenarbeit müssten bei der Esa Astronauten während ihrer Ausbildung schon Chinesisch lernen.

Neben dieser langfristigen Vision nannte Reiter konkrete Vorhaben der Esa. So ist für den 23. Mai der Start der MetOp-B Meteorologie-Mission geplant, einer gemeinsame Entwicklung von Esa und der Europäischen Organisation zur Nutzung von meteorologischen Satelliten (Eumetsat). „Damit können Langzeit-Klimadaten besser erfasst werden“, sagte Reiter. Für den Juli steht der Start der Swarm-Mission im Kalender, eine Konstellation von drei Satelliten. „Wir gehen voran mit unserem Programm, das sich mit dem Klimawandel befasst“, sagte Reiter.

Darüber hinaus erwartet der Esa-Direktor „noch in diesem Jahrzehnt“ eine Antwort auf die Frage, ob es Leben auf dem Mars gibt. Dafür gebe es gute Hinweise. Nach wie vor auf der Tagesordnung seien Gefahren die etwa von größeren Asteroiden ausgehen könnten. Immerhin gebe es 7655 bekannte erdnahe Objekte, fast 300 stünden auf einer Risikoliste, die der Erde gefährlich nahe kommen könnten.

Von

dpa

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