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25.02.2016

13:06 Uhr

Astronomie

700 Trillionen ferne Welten

Quelle:Spektrum.de

Wie viele bewohnbare Planeten existieren im Universum? Die Antwort auf diese Frage suchen Forscher mit einer hochkomplexen Simulation des Universums. Das Ergebnis zeigt, dass unsere Erde etwas ganz Besonderes ist.

Noch existieren keine echten Aufnahmen von Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Astronomen behelfen sich daher mit künstlerischen Darstellungen. Hier hat ein Nasa-Zeichner die Oberfläche eines Mondes im Sternsystem HD 188553 in Bild gesetzt. NASA/JPL-Caltech

Exoplanet

Noch existieren keine echten Aufnahmen von Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Astronomen behelfen sich daher mit künstlerischen Darstellungen. Hier hat ein Nasa-Zeichner die Oberfläche eines Mondes im Sternsystem HD 188553 in Bild gesetzt.

HeidelbergIst die Erde ein typischer Planet? Und wie viele bewohnbare Welten gibt es dort draußen? Antwort auf diese Fragen suchen Wissenschaftler um Erik Zackrisson von der Universität Uppsala mit Hilfe einer hochkomplexen Simulation des Universums.

Sie haben dazu die aktuellsten Modelle zur Galaxien-, Stern- und Planetenentstehung herangezogen und auf ein realistisches Früh-Universum angewendet. Dann ließen sie ihre Simulation insgesamt 13,8 Milliarden Jahre im Schnellgang durchlaufen.

Ergebnis: Insgesamt müsste es ungefähr 720 Trillionen Gesteinsplaneten geben – eine immens hohe Zahl mit 18 Nullen. Solche Gesteinsplaneten ähneln in ihrem Aufbau der Erde, sind aber nicht zwangsläufig nach unseren Maßstäben bewohnbar.

Die Schätzung ist mit einer beträchtlichen Unsicherheit behaftet, räumen die Forscher ein. Alle Modelle zur Planetenentstehung, die sie in ihr Programm einfließen ließen, beruhen auf Informationen aus unserer unmittelbaren kosmischen Nachbarschaft, denn nur hier wurden bislang Planeten entdeckt.

Auch liefern uns die gängigen Suchmethoden bevorzugt bestimmte Planetentypen, die leichter zu entdecken sind. All das könnte die Ergebnisse verzerren. Allerdings sind die Forscher zuversichtlich, um nicht mehr als eine Größenordnung danebenzuliegen. Dass dank der Entdeckungen des Weltraumteleskops Kepler und anderer Observatorien überhaupt solche Simulationen in den Bereich des Möglichen rücken, sehen sie als immensen Fortschritt an.

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