Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.03.2014

09:40 Uhr

Astronomie

Die Spur führt zum Urknall

Bei der Erforschung der Entstehung des Universums ist US-Wissenschaftlern ein bahnbrechender Erfolg gelungen: Erstmals zeichneten sie Signale aus der Zeit des Urknalls vor rund 14 Milliarden Jahren auf.

US-Forscher

Dem Urknall-Echo auf der Spur

US-Forscher: Dem Urknall-Echo auf der Spur

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Cambridge/HannoverAstronomen haben nach eigenen Angaben erstmals einen direkten Beleg für das blitzartige Ausdehnen des Universums unmittelbar nach dem Urknall gefunden. Mit dem Teleskop „Bicep2“ am Südpol spürten sie die Signatur sogenannter Gravitationswellen in der kosmischen Hintergrundstrahlung auf, wie die US-amerikanische Harvard-Universität am Montag in Cambridge (US-Staat Massachusetts) mitteilte.

Die Entdeckung belegt demnach einen bereits vor mehr als 30 Jahren postulierten entscheidenden Entwicklungsschritt des ganz jungen Universums. Diese sogenannte kosmische Inflation hat das Universum in den ersten Sekundenbruchteilen um mindestens das Zehn-Billionen-Billionenfache aufgebläht – das ist eine Eins mit 25 Nullen. „Die Entdeckung dieses Signals ist eines der wichtigsten Ziele der heutigen Kosmologie“, betonte der wissenschaftliche Leiter von „Bicep2“, John Kovac vom Harvard-Smithsonian-Zentrum für Astrophysik, in der Mitteilung.

Die Wissenschaftler hatten ihr Teleskop war auf eine Region außerhalb unseres Sonnensystems gerichtet, die Southern Hole genannt wird. Es untersuchte dabei die sogenannte kosmische Hintergrundstrahlung im Mikrowellenbereich, die schwächste Reststrahlung des Urknalls. Sie zeigt den Zustand des Universums rund 380.000 Jahre nach dem Urknall.

In dieser allgegenwärtigen Strahlung fahndeten sie nach Spuren von Gravitationswellen. Gravitations- oder Schwerewellen entstehen nach Albert Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie stets, wenn Massen beschleunigt werden, und dehnen und stauchen den Raum. Zwar gibt es kaum ernsthafte Zweifel an ihrer Existenz, direkt beobachtet hat man dieses Phänomen aber noch nicht.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

17.03.2014, 23:17 Uhr

Na schön, die Menschheit interessiert nur eines wirklich.
Die Menschheit ist endlich, weil es das Universum irgendwann nicht mehr geben wird bzw. in eine andere Form gewandelt wird und unser Sonnensystem wird sowieso weitaus früher den Geist aufgeben. Es gibt letztlich keine Rettung für uns und für das göttliche, das ja nur in uns selbst existiert, auch nicht. Die Zeit ohne das Universum ist sowieso viel länger als die Zeit der Existenz des Universum. Was sind wir dann?! Wir, die Menschheit von Anbeginn bis zum sicher kommenden Ende, sind völlig irrelevant! Diese Erkenntnis ist bitter, wir existieren um in Gänze zu verlieren. Hier wäre tatsächlich Fatalismus angebracht.

Account gelöscht!

18.03.2014, 03:09 Uhr

Die Menschheit ist in der Tat irrelevant, der einzelne Mensch aber trägt seinen Wert in sich, der er manchmal sogar spüren kann, wenn das nahezu omnipräsente Getöse um das "Wir" für einen Moment nachläßt und eine stille Minute möglich ist.

Account gelöscht!

18.03.2014, 11:00 Uhr

Quatsch, von Physik keine Ahnung, was? Aber hier so einen Esoterik-Abklatsch schreiben. Ohne das Universum gibt es keine Zeit (ohne Raum existiert keine Zeit). Ihre Aussage, dass die Zeit vor/nach diesem Universum länger sei als die Zeit mit diesem Universum ist daher grober unwissenschaftlicher Unfug. Nebenbei ist ein Kollaps des Universums und damit ein Vernichten der Menschheit nicht in Sicht. Im Gegenteil, das Universum scheint sich entgegen früherer Theorie immer schneller auszudehnen. Was uns aber spätestens vernichten wird, ist die völlige Entropie.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×