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12.09.2012

12:12 Uhr

Astronomie

Ein kosmischer Bleistift

800 Lichtjahre von uns entfernt dehnt sich der prächtige Bleistiftnebel aus – Relikt einer kosmischen Katastrophe vor 11.000 Jahren. Astronomen haben den Nebel jetzt genauer unter die Lupe genommen.

Die leuchtenden Strukturen des Bleistiftnebels entstanden durch den gewaltsamen Tod eines Sterns vor etwa 11.000 Jahren. dpa

Die leuchtenden Strukturen des Bleistiftnebels entstanden durch den gewaltsamen Tod eines Sterns vor etwa 11.000 Jahren.

DüsseldorfTrotz der scheinbar unveränderlichen Schönheit des Sternhimmels ist das Universum alles andere als ein unbelebter Ort: In einem endlosen Kreislauf werden Sterne geboren und sterben schließlich wieder. Bisweilen kreiert der Tod eines Sterns dabei wunderschöne Objekte, wenn Materie in seltsam geformten Strukturen in den Weltraum geschleudert wird.

Der Bleistiftnebel im südlichen Sternbild Vela ist ein solches Objekt. Vor 11.000 Jahren bildete er sich bei der Explosion eines Sterns, die den sogenannten Vela-Supernovaüberrest entstehen ließ.

Der Nebel mit der wissenschaftlichen Bezeichnung NGC 2736 ist der hellste Teil dieses Überrests. Wissenschaftler der europäischen Südsternwarte ESO haben das Objekt jetzt mit dem 2,2-Meter-Teleskop am La Silla-Observatorium in Chile genauer unter die Lupe genommen.

Die eigentümliche Bleistiftform bildete sich aus, als die sich mit Millionen Kilometern pro Stunde ausbreitende Stoßwelle der Supernova auf Gas traf, das den Raum zwischen den Sternen ausfüllt. Dadurch wurde sie stark abgebremst und es bildete sich eine Schockfront, in der zahlreiche seltsam geformte Nebelfetzen entstanden, darunter eben auch NGC 2736.

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