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29.08.2013

13:34 Uhr

Astronomie

Forscher entdecken ältesten Zwilling der Sonne

Mit einem Alter von gut vier Milliarden Jahren hat unsere Sonne erst die Hälfte ihres Lebens hinter sich. Was passiert, wenn sie noch einmal so viele Jahre hinter sich hat, verrät ein jetzt entdeckter Sonnenzwilling.

Diese Grafik zeigt das Leben eines sonnenähnlichen Sterns von dessen Geburt auf der linken Seite bis zu seiner Entwicklung zu einem Roten Riesen auf der rechten Seite. dpa

Diese Grafik zeigt das Leben eines sonnenähnlichen Sterns von dessen Geburt auf der linken Seite bis zu seiner Entwicklung zu einem Roten Riesen auf der rechten Seite.

DüsseldorfUm unsere Sonne zu erforschen, reicht es nicht, sie allein ins Visier zu nehmen. Denn erst seit wenigen hundert Jahren verfügen Astronomen über die technischen Möglichkeiten, um unser Zentralgestirn eingehender betrachten zu können. Verglichen mit den 4,6 Milliarden Jahren, die unser Heimatstern bereits auf dem Buckel hat, ist dieses Zeitfenster geradezu verschwindend klein.

Um Geschichte und zukünftige Entwicklung der Sonne untersuchen zu können, suchen Forscher deshalb nach Sternen, die unserer Sonne ähneln, sich jedoch in einem anderen Stadium ihres Lebens befinden. Den bislang ältesten dieser seltenen Sonnenzwillinge hat jetzt ein internationales Astronomenteam mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte Eso entdeckt.

HIP 102152 ist 250 Lichtjahre von der Erde entfernt und ähnelt der Sonne mehr als jeder andere sonnenähnliche Stern – abgesehen davon, dass er fast vier Milliarden Jahre älter ist. „Seit Jahrzehnten suchen Astronomen schon nach Zwillingssternen der Sonne, um unseren eigenen, lebensspendenden Stern besser zu verstehen“, so Jorge Melendez von der Universidade de São Paulo in Brasilien, der Leiter der Forschergruppe.  „Seit der ersten derartigen Entdeckung 1997 hat man aber nur wenige davon finden können.“

Anhand der Untersuchung des uralten Sonnenzwillings versuchen die Wissenschaftler vorauszusagen, was mit unserer eigenen Sonne passieren könnte, wenn sie dieses Alter erreicht. Eine bedeutende Entdeckung haben sie schon gemacht. „Eine Frage, die wir angehen wollten, war,  ob die Zusammensetzung der Sonne typisch ist und warum ihr Lithiumgehalt so ungewöhnlich niedrig ist”, erläutert Melendez.

Kommentare (1)

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Kleingeldfusion

29.08.2013, 14:25 Uhr

"Beide zeigen nämlich einen auffällig Mangel an Elementen, die in Gesteinsplaneten wie der Erde in großen Mengen vorhanden sind. "

In der Tat, es zeigt sich, dass wir vom Fusionsprozess in der Sonne eigentlich keine Ahnung haben, wenn wir noch nicht einmal die Bedeutung von Lithium, Beryllium, Bor, Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Fluor und Neon dabei berücksichtigen können...



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