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10.03.2014

13:45 Uhr

Astronomie

Rosetta-Komet spuckt Gas und Staub

Der Komet, den die europäische Raumsonde Rosetta im Sommer besuchen wird, ist aus der Versenkung aufgetaucht – und überrascht Wissenschaftler durch ungewöhnlich heftige Aktivität.

Komet 67P/Tschurjumov-Gerasimenko, aufgenommen am 28. Februar 2014. Um den Kometen sichtbar zu machen, überlagerten die Wissenschaftler mehrere Aufnahmen. Die Bilder wurden zudem um die Bewegung des Kometen verschoben. Auf der linken Aufnahme erscheinen die Sterne im Hintergrund dadurch als breit verschmierte Striche. Rechts: Durch Subtrahieren des Sternenhintergrundes wird der Komet sichtbar. MPS/ESO

Komet 67P/Tschurjumov-Gerasimenko, aufgenommen am 28. Februar 2014. Um den Kometen sichtbar zu machen, überlagerten die Wissenschaftler mehrere Aufnahmen. Die Bilder wurden zudem um die Bewegung des Kometen verschoben. Auf der linken Aufnahme erscheinen die Sterne im Hintergrund dadurch als breit verschmierte Striche.

Rechts: Durch Subtrahieren des Sternenhintergrundes wird der Komet sichtbar.

DüsseldorfDer Zielkomet der europäischen Weltraumsonde Rosetta hat offenbar schon in großer Entfernung von der Sonne begonnen, Gas und Staub zu spucken: Eine neue Aufnahme des Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko deutet darauf hin, dass bereits jetzt Eis vom Kometen verdampft und eine sehr dünne Atmosphäre um den Kern bildet, wie des Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) am Montag in Göttingen mitteilte.

Im Oktober vergangenen Jahres war der Komet von der Erde aus gesehen hinter der Sonne verschwunden. Mit dem Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte ESO gelang den MPS-Forschern nun die erste Aufnahme des wieder aufgetauchten Himmelskörpers.

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Um den Kometen aus einer Entfernung von 740 Millionen Kilometern sichtbar zu machen, überlagerten die Wissenschaftler mehrere Aufnahmen, die zu verschiedenen Zeiten am 28. Februar entstanden waren. Zuvor verschoben sie die Bilder leicht, um die Bewegung des Kometen auszugleichen.

Die eigentlich fixen Sterne erscheinen dadurch als breit verschmierte Striche. Durch Herausrechnen des Sternenhintergrundes kommt der Komet selbst zum Vorschein: ein winziger Punkt im All.

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