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09.10.2012

13:33 Uhr

Ausgezeichnet

Nobelpreis für zwei Quantenphysiker

Der diesjährige Physik-Nobelpreis geht an Serge Haroche aus Frankreich und David J. Wineland  aus den USA. Geehrt werden sie für die Entwicklung bahnbrechender experimenteller Methoden in der Quantenphysik.

Physik-Nobelpreis für Quantenphysik

Video: Physik-Nobelpreis für Quantenphysik

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StockholmDer Franzose Serge Haroche und sein US-Kollege David J. Wineland sind die Physik-Nobelpreisträger 2012. Die Königliche Akademie der Wissenschaften in Stockholm begründete ihre Wahl mit den bahnbrechenden Forschungen der beiden Wissenschaftler zur Messung und Beeinflussung von individuellen Quantensystemen. Haroche ist Professor am Collége de France und an der Ecole Normale Supérieure in Paris. Wineland lehrt am National Institute of Standards and Technoligy (NIST) und der Universität von Colorado in Boulder.

Durch die Arbeiten der beiden Quantenforscher sei es erst möglich geworden, extrem schnelle Computer zu entwickeln, erklärte ein Sprecher der Wissenschaftsakademie. Die beiden Forscher hätten „die Tür zu einem neuen Zeitalter der Quantenphysik-Experimente geöffnet“, heißt es in der Begründung des Nobelkomitees.

Einzelne Quantenteilchen verlieren ihre bemerkenswerten Eigenschaften sehr schnell, wenn sie nicht ausreichend von der Umwelt isoliert sind. Daher konnten durch die Quantenphysik vorhergesagte Phänomene lange Zeit nicht überprüft werden.

Erst die „genialen“ Messverfahren von Wineland und Haroche hätten diese direkte Überprüfung der flüchtigen Quantenzustände möglich gemacht, so das Nobelkomitee. Beide konstruierten dafür Quantenfallen, in denen elektrisch geladene Atome (Ionen) oder Lichtteilchen (Photonen) eingefangen werden können. Das von den Forschern entwickelte Verfahren „sei ein bisschen so, also ob man einen Kuchen zwar isst, ihn danach aber noch hat“, so Per Delsing, Mitglied des Nobelkomitees.

Medizin: Nobelpreis für die Stammzellforschung

Medizin

Nobelpreis für die Stammzellforschung

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Der in Marocko geborene Haroche zeigte sich „überwältigt“. „Ich habe es noch gar nicht richtig verstanden“, sagte der Forscher. „Ich möchte jetzt zusammen mit meiner Frau und meinen Kollegen Champagner trinken“.

Der französische Wissenschaftler sieht in der Quantenphysik einen wichtigen Bestandteil des Alltags. „Man nutzt die Quantenphysikjeden Tag im Alltag, ohnees zu wissen“, sagte Haroche dem Radiosender France Info. So funktionierten beispielsweise das Handy und seine Bestandteile nach den Gesetzen der Quantenphysik.

Kommentare (2)

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S-Amen-Bank

10.10.2012, 01:39 Uhr

+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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chd

10.10.2012, 08:27 Uhr

Wird im Handelsblatt Online überhaupt noch vor Onlinestellung Korrektur gelesen? "Marocko", "Technoligy" sollten doch schmerzhaft genug ins Auge stechen...

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